Wenn heute Abend die Rückspiele im Achtelfinale der Champions League angepfiffen werden, stehen zwei Favoriten schon gehörig unter Druck. Sowohl Juventus Turin als auch Manchester United müssen Niederlagen wettmachen.

Juventus und "ManU" mit dem Rücken zur Wand

us
09. März 2004, 10:17 Uhr

Wenn heute Abend die Rückspiele im Achtelfinale der Champions League angepfiffen werden, stehen zwei Favoriten schon gehörig unter Druck. Sowohl Juventus Turin als auch Manchester United müssen Niederlagen wettmachen.

Heute Abend steht für die beiden "Fußball-Schwergewichte" Juventus Turin und Manchester United schon viel auf dem Spiel. Im Rückspiel des Achtelfinales der Champions League stehen beide Teams mit dem Rücken zur Wand und sind ab 20.45 Uhr zum Siegen verdammt. Der italienische Rekordmeister muss die 0:1-Niederlage beim spanischen Ex-Meister Deportivo La Coruna aufholen, und der 15-malige englische Titelträger benötigt nach dem 1:2 im Hinspiel einen Sieg gegen den portugiesischen UEFA-Cup-Sieger FC Porto.

Manchester zeigt sich selbstbewußt

"Ich bin mir sicher, dass wir Tore schießen werden. Wir haben in Portugal einmal getroffen und hat Chancen für ein zweites Tor. Hätten wir das gemacht, wären sie schon tot", sagte Manchesters Teammanager Sir Alex Ferguson und schlug nach der heftigen verbalen Auseinandersetzung im Anschluss an das Hinspiel mit Portos Coach Jose Mourinho erneut harte Töne an. "Porto ist zwar ein ganz gutes Team, aber sie sind auswärts schwach. Sie werden einen schweren Abend im Old Trafford erleben, denn unsere Fans werden eine begeisternde europäische Nacht veranstalten", prophezeite Ferguson vollmundig.

Die verbalen Rundumschläge des Schotten hatten schon vor zwei Wochen in Portugal fast zu einem Eklat geführt. Ferguson war nach der Roten Karte gegen seinen Spielführer Roy Keane, der deshalb für das anstehende Spiel gesperrt ist, aufgebracht und bezichtigte Portos Profis der Schauspielerei. Daraufhin hatte Mourinho zunächst sogar eine Entschuldigung von Ferguson verlangt.

Portos Trainer bleibt gelassen

Portos Trainer, der in Manchester auf Mittelfeldspieler Pedro Mendes (Oberschenkel-Verletzung) verzichten muss, lässt das Kampfgeschrei Fergusons scheinbar völlig kalt. Der Coach geht äußerst zuversichtlich in die Partie. "Natürlich erwartet uns im Old Trafford ein anderes Spiel als in Porto, aber ich verspreche, dass wir nicht defensiv agieren werden. Manchester hat zwar einige der besten Spieler der Welt in seinen Reihen und ist selbst eine der besten Mannschaften der Welt, aber wir waren schon im Hinspiel viel besser als sie", erklärte Mourinho.

Die Zahlen sprechen allerdings gegen Porto und unterstreichen die Auffassung Fergusons. Die Portugiesen haben zuletzt sechsmal in Folge im Europacup in England verloren und wurden dabei auch von "ManU" vor sieben Jahren Jahren mit einer 0:4-Pleite nach Hause geschickt. Außerdem erreichten die "Red Devils" in den vergangenen sieben Jahren immer zumindest das Viertelfinale der Champions League.

Juventus muss 0:1-Niederlage ausgleichen

Mit einer ähnlich guten Statistik kann Turin zwar nicht aufwarten, aber Trainer Marcello Lippi glaubt trotz der Ausgangsposition durch die Niederlage in La Coruna ohne ein im Europapokal so wichtiges Auswärtstor an ein Weiterkommen des Vorjahresfinalisten. "Wir haben zwar in Spanien nicht gut gespielt, aber wir können es noch schaffen, denn wir sind in der Lage, uns zu steigern", meinte der Coach, der allerdings auf den gesperrten Routinier Antonio Conte verzichten muss.

Lyon zu Gast in San Sebastian

Eine Sperre steht Altstar Giovane Elber zwar nicht im Weg, ob der frühere Stürmer des deutschen Rekordmeisters Bayern München allerdings in der Partie des französischen Titelträgers Olympique Lyon gegen die Spanier von Real Sociedad San Sebastian (Hinspiel 1:0 für Lyon) auflaufen wird, ist nach seinen durchwachsenen Leistungen zuletzt fraglich. Immerhin erzielte der Brasilianer am Wochenende beim 4:0-Erfolg Lyons in der heimischen Liga gegen den AC Ajacco nach vier Monaten wieder einen Treffer.

Autor: us

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