Bezirksligist Teutonia Überruhr und Trainer Ernst Bayer gehen ab der kommenden Saison getrennte Wege. Der Klub sah von einer Vertragsverlängerung ab.

Zukunft ohne Bayer

"Für Roßmann tut es mir leid"

Aaron Knopp
31. März 2008, 21:55 Uhr

Bezirksligist Teutonia Überruhr und Trainer Ernst Bayer gehen ab der kommenden Saison getrennte Wege. Der Klub sah von einer Vertragsverlängerung ab.

Andreas Pfeiffer (zuvor unter anderem beim FC Kray II) soll das Team in der kommenden Saison betreuen. Obwohl Bayer insgesamt 14 Jahre für den Verein tätig war, nimmt er den Abschied jedoch erstaunlich gelassen.

"Es ist ja ganz normal, dass sich der Verein nach drei Jahren nach einem neuen Trainer umschaut", zuckt der Coach mit den Schultern. Obwohl Teutonia, nachdem er bereits zuvor einmal elf Jahre den Club betreute, seine insgesamt längste Trainerstation war, fällt ihm der Abschied offenbar nicht allzu schwer. "Ich hatte die Trainerei ja eigentlich schon aufgegeben, da hat man mich gefragt, ob ich noch ein Jahr machen würde."

Bayer sagte zu und prompt stellte sich der Erfolg ein: "Es hat dann sofort mit dem Aufstieg geklappt und dann war die Euphorie natürlich groß. Eigentlich wollte ich ja später an meinen Co-Trainer Jörg Großmann abgeben, aber dann habe ich noch ein Jahr drangehängt." Zumindest mit dem Klassenerhalt hat es auch im ersten Bezirksliga-Jahr geklappt. Die dritte Saison droht nun aber gleichzeitig zur vorerst letzten Teutonia-Serie in der siebthöchsten Spielklasse zu geraten.

Denn bei der Truppe von der Mentingsbank wollte wenig bis gar nichts zusammengehen, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt bereits neun Punkte. Für Bayer vor allem eine Folge enormen Verletzungspechs: "Ich habe nicht einmal mit der gesamten Mannschaft arbeiten können. Das ist ein echtes Novum in meiner Trainer-Karriere." Doch Aufgeben gilt für den Linienchef nicht: "Ich versuche, mit gutem Beispiel voranzugehen. Unsere nächsten Gegner sind Dellwig, Vogelheim und Katernberg, das sind alles Endspiele. Wir ergeben uns erst, wenn rechnerisch nichts mehr möglich ist."

Und danach? Fußball-Rente? "Ich bin jetzt 25 Jahre im Trainergeschäft. Da hat man es dann auch mal verdient, sich zurückzuziehen. Ich könnte mir aber schon vorstellen, zum Beispiel als Sportlicher Leiter irgendwo zu arbeiten, auch zum Trainerjob soll man niemals nie sagen, aber momentan bin ich beruflich sehr eingebunden. Da hat mir mein Assistent (Roßmann, Anm. d. Red.) immer den Rücken freigehalten. Für ihn tut es mir nur leid, dass er die Truppe nicht übernehmen kann."

Autor: Aaron Knopp

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