Stark ersatzgeschwächt fuhren die Basketball-Damen des Herner TC zum schweren Auswärtsspiel beim TV Saarlouis. Gleich fünf Spielerinnen fielen verletzungs- oder krankheitsbedingt aus, weswegen die Hernerinnen die Reise ins Saarland mit gedämpften Erwartungen als neunköpfiges Team angingen.

Damen-Basketball-Bundesligen: Niederlagen für Revierteams

„Ich bin sehr zufrieden mit meinen Damen"

21. Januar 2008, 17:59 Uhr

Stark ersatzgeschwächt fuhren die Basketball-Damen des Herner TC zum schweren Auswärtsspiel beim TV Saarlouis. Gleich fünf Spielerinnen fielen verletzungs- oder krankheitsbedingt aus, weswegen die Hernerinnen die Reise ins Saarland mit gedämpften Erwartungen als neunköpfiges Team angingen.

Wider erwarten zeigte die Mannschaft von HTC-Coach Marek Piotrowski einen engagierten Beginn und lag schnell mit 6:2 in Führung. Doch eine 13:0-Serie der Gastgeberinnen brachte Saarlois postwendend mit 15:6 in Front. Durch die intensive Verteidigung der TV-Damen kam das Herner Spiel, angetrieben durch Kirsten Veith, nicht zur Geltung, was den deutlichen 20:41-Rückstand zur Pause erklärt.
[infobox-left]HTC: Balandis (13), Görg (12), Veith (9), Dölle (6), Radunske (6), Kuras (4), Goddemeier (2), Hoffarth, R. Tews[/infobox]
Im Dritten Spielabschnitt verausgabte sich der „Rumpfkader“ des HTC nocheinmal und brachte alle Kräfte auf, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Zumindest bot das Piotrowski Team dem Favoriten ordentlich Paroli, und musste das Viertel mit 17:18 knapp abgeben.

Die fehlenden Kräfte machten sich im letzten Spielabschnitt dann doch bemerkbar, so dass die Niederlage des HTC mit 52:88 recht deutlich ausfiel, die aber in Bestbesetzung hätte vermieden werden können.

Wegen der akuten Personalprobleme zog Piotrowski nach dem Spiel auch ein positives Fazit: „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Damen, die über die gesamte Spielzeit alles gegeben und toll dagegengehalten haben. Ein Sonderlob verdient hat sich heute Kirsten Veith, die über knapp 39 Minuten den Ball bringen musste und das auch wirklich solide erledigt hat. Und auch die erst 15jährige Ramona Tews gab ein siebenminütiges Debüt im Oberhaus des deutschen Damen-Basketballs, das durchaus für die Zukunft hoffen lässt.“

Am kommenden Samstag kommt es zum wichtigen Heimspiel gegen den BC Marburg, bei dem vor heimischen Publikum der dritte Saisonsieg gelingen soll.

Knapper verloren die Damen von den Tessari Baskets aus Hagen ihr Heimspiel gegen den TuS Jena Ladybaskets Hagen. Im Zweitliga-Spiel hatten die Gäste am Ende das glücklichere Händchen.

Unaufmerksamkeiten in der Defense und eine aggressive Spielweise in der Offense auf beiden Seiten gestaltete das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch, der nach dem ersten Viertel bei einem Zwischenstand von 18:18 endete. Schwächen im Angriffsspiel konnten die Ladybaskets nutzen um die Halbzeit mit einer 30:26-Führung zu beginnen, die durchaus hätte höher ausfallen können.
[infobox-right]Tessari Baskets: Sophia Mücke (18), Corinna Kühl (13), Kristina Raspe (6), Katja Lippmann (6), Alexandra Löpke (5), Elisa Maat (4), Melanie Maschke (2), Rieke Welzbacher, Paulina Gjorgjeska, Kathrin Schlatt, Dinah Klaus, Melanie Stecher[/infobox]
Entscheidend war wieder einmal die Trefferquote: Die Hagenerinnen zeigten von der Freiwurflinie eine katastrophale Leistung und trafen von 16 Versuchen nur sechs mal den Korb. Besser machten es die Damen aus Jena. Ausschließlich durch Freiwürfe erhöhten die Ladybaskets dann letztendlich ihre Führung, und gewannen das Spiel mit 65:54. Trotz der Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten hat sich die Ausgangslage nicht entscheidend verschlechtert und das Minimalziel „Ligaerhalt“ hat weiterhin bestand.

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