Dirk Helmig hat Gefallen an dem Gedanken.

Wattenscheid: Weihnachten auf Platz eins!

Abdulai durchleuchtet: Ein Bein ist kürzer!

Thomas Tartemann
13. November 2007, 14:56 Uhr

Dirk Helmig hat Gefallen an dem Gedanken. "Weihnachten auf Platz eins, das wäre nicht nur für die Köpfe ganz wichtig, sondern auch eine schöne Begleiterscheinung", meint der Wattenscheider Trainer. Im Moment stimmt der Kurs, das 5:2 über Erndtebrück verzückte die Fans. "Putsche" Helmig will keinen Stillstand, sondern weiter den Vorwärtsgang. Mit Punkten und Offensive. "Ich verlange von den Jungs, dass sie auch nach einer Führung nach vorne spielen", sagt der Ex-Essener, "man darf sich nicht vorzeitig zufrieden geben.

[box_rsprint]Das gilt auch für Stürmer, wenn sie ein Tor gemacht haben. Dann sollen sie auf das zweite Erfolgserlebnis arbeiten."

Ein aktuelles Beispiel aus dem Profi-Bereich zeigte, wie man es nicht macht. Helmig: "Bayern hat im Uefa-Cup gegen Bolton 2:1 geführt, nicht entscheidend nachgesetzt und nur 2:2 gespielt. Du kannst bei knappen Spielständen immer noch ein Ding kassieren." Was er außerdem im Gedächtnis hat: "In der letzten Saison sind wir wegen drei Toren in der Differenz aus der Oberliga abgestiegen. Ein gutes Treffer-Verhältnis kann womöglich eine wichtige Trumpfkarte werden."

Unter der Woche spürte der Fußball-Hallen-Betreiber kein Nachlassen bei seinen Jungs. Die Pokal-Hürde in Kornharpen wurde 2:0 genommen. "Ein sehr souveräner Auftritt", zeigte sich der Coach angetan, "Youssef Yesilmens Volley-Schuss war klasse, außerdem traf Ferhat Yalcin. Dafür, dass wir nicht komplett angetreten sind, war das wirklich in Ordnung."

Wettkampf-Praxis schnupperte Mo Abdulai, der in den vergangenen Wochen immer wieder zurückgeworfen wurde. "Wir haben einen Termin beim Zahnarzt gemacht, denn oft kommen Muskel-Probleme durch Entzündungen. Ein anderer Arzt hat festgestellt, dass ein Bein kürzer ist. Dadurch entwickelt man automatisch eine Fehl-Haltung. Mo hat eine Schuh-Einlage bekommen. Wir wollen nicht unversucht lassen", verdeutlicht Helmig. Der frühere Bochumer schiebt nach: "Mo ist für uns ein ganz wichtiger Spieler, diese ewigen Rückschläge gehen ihm gehörig auf den Geist." Durchaus möglich, dass die Leidenszeit bald vorbei ist.

Autor: Thomas Tartemann

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