Wegen einer Verletzung am Meniskus dürfte Markus Krawietz sein Knie eigentlich gar nicht stark belasten, aber der Stürmer des VfB Hüls beißt so lange auf die Zähne, bis er unter's Messer kommt.

Hüls: Markus Krawietz beißt bis zum Dezember

Fußball, Prüfung, Knie-OP

tt
10. November 2007, 14:26 Uhr

Wegen einer Verletzung am Meniskus dürfte Markus Krawietz sein Knie eigentlich gar nicht stark belasten, aber der Stürmer des VfB Hüls beißt so lange auf die Zähne, bis er unter's Messer kommt. "Im Dezember steht eine Operation an. Die nächsten Wochen spiele ich weiter mit Schmerztabletten, auch wenn das nicht sonderlich gut ist. Sie schlagen ziemlich auf den Magen", berichtet der 22-Jährige.

Die Prozedur dauert nun schon einige Zeit an. "Seit Monate habe ich die Meniskus-Probleme. Im Spiel wird viel Adrenalin ausgeschüttet, da merkt man es gar nicht mehr so", erklärt der Angreifer. Nach einem turbulenten ersten Jahr beim VfB hat Krawietz seinen Platz mittlerweile gefunden.
"Ich hatte in der vergangenen Saison einen Mittelfußbruch, wurde vom damaligen Trainer Ingo Anderbrügge zwischenzeitlich in die Bezirksliga-Reserve gesteckt. Natürlich macht man sich da seine Gedanken. Es gab schon Wechsel-Absichten", räumt er ein.
Doch dann schien für Krawietz plötzlich wieder die Sonne, Neu-Coach Klaus Täuber zog ihn in die erste Mannschaft hoch. "Ich habe fünf Mal von Beginn an gespielt und fünf Tore auf der Saison-Zielgeraden erzielt", blickt der ehemalige Merklinder zurück. Aktuell stehen drei Einschüsse und das Täuber-Zitat "Markus weiß manchmal gar nicht, wie gut er wirklich ist" zu Buche. Krawietz: "Lob tut immer gut. Aber letztlich geht es darum, Leistung auf dem Platz abzurufen." Dass er einen Coach hat, der früher ebenfalls aktiver Torjäger gewesen ist, kommt dem Youngster nicht ungelegen: "Natürlich ist das ein Vorteil, schließlich weiß Klaus Täuber, wie man sich fühlt, wenn man eine hundertprozentige Möglichkeit auslässt und wo man dann ansetzen muss." Mit einer Quoten-Vorgabe hält sich "MK" zurück: "Der Erfolg des gesamten Teams steht im Vordergrund, da geht es nicht um die Treffer eines Einzelnen."
Trotz des Heim-Remis gegen Stadtlohn (1:1) liegen die Hülser weiterhin gut im Rennen. Krawietz: "Momentan tummeln sich oben mehrere Mannschaften. Wir haben viele Punkte verschenkt, ich denke da an das 0:1 gegen Spitzenreiter Hiltrup, das 0:2 in Paderborn oder das 0:1 in Emsdetten. Uns fehlt ein bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit, aber insgesamt bin ich zuversichtlich, dass wir es am Ende packen." Krawietz fügt hinzu: "In so einer Truppe habe ich vorher noch nie gespielt, es macht richtig Spaß, mit vielen Leuten unternehme ich auch außerhalb des Platzes etwas." Allerdings muss der Offensiv-Mann auch an seinen Beruf denken, schließlich steht in Kürze seine Prüfung zum IT-System-Elektroniker an. "Am 20. November kommt der schriftliche Teil, im Januar folgt der mündliche Teil. Ich bin mir relativ sicher, dass ich es schaffe. Mit so einer Ausbildung stehen einem später viele Möglichkeiten offen."

Autor: tt

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