Die Zweitvertretung des BVB hat den schwachen Auftritt, den sie beim 1:3 in Oberhausen zeigte, korrigiert. Im Nachholspiel holte sich die Borussia einen wichtigen Dreier gegen den VfB Lübeck. Sahr Senesie erzielte das Tor des Abends aus 17 Metern in der 32. Minute.

Dortmund II - Lübeck 1:0 / "Erkes" seltsame Analyse

"Co" Preuß als Linien-Akrobat

tt/kru
11. Oktober 2007, 08:17 Uhr

Die Zweitvertretung des BVB hat den schwachen Auftritt, den sie beim 1:3 in Oberhausen zeigte, korrigiert. Im Nachholspiel holte sich die Borussia einen wichtigen Dreier gegen den VfB Lübeck. Sahr Senesie erzielte das Tor des Abends aus 17 Metern in der 32. Minute. "Eine sehr unglückliche Niederlage", befand Lübecks Trainer Uwe Erkenbrecher, "die aktivere Mannschaft hat verloren."

Mit dieser seltsamen Analyse traf er allerdings nicht den Nagel auf den Kopf. BVB-Coach Theo Schneider: "Ich habe das etwas anders gesehen. Es war bestimmt nicht der Fall, dass die Lübecker klar besser waren. Es gab sicherlich Phasen, wo die Partie in Richtung VfB hätte laufen können, aber wir haben dann immer besser ins Spiel gefunden."

Als Dietmar Hirsch, Kapitän der Hansestädter, wegen einer Verletzung behandelt wurde, führte Lars Ricken einen Freistoß aus, Marcel Großkreutz legte die Kugel auf Senesie ab - Tor. Schneider: "Schön gemacht." Erkenbrecher grummelte: "Wir sind dem Rückstand nachgelaufen. Dann haben wir es mit der Brechstange versucht." Die Lübecker Bemühungen erinnerten an das englische Kick-and-Rush, hohe Bälle segelten in den Dortmunder Strafraum. "Das war unser bestes Auswärtsmatch von der Disziplin und Raumaufteilung", verblüffte "Erke" die Zuhörer erneut, "wir haben sehr gut von hinten heraus agiert, der BVB stand sehr tief, hat nur auf Konter gelauert."

Schneider lobte unterdessen die Geduld seiner Jungs: "Aus dem Spiel heraus ist kaum etwas passiert. Wir wollten clever agieren, kompakt stehen. Das ist uns gelungen. Als der VfB aufmachte, kamen Möglichkeiten für uns. Von den hochkarätigen Kontern hätten wir natürlich einen setzen müssen." Nach einer dicken Szene, die Christopher Nöthe für Ricken auflegte, sprang Co-Trainer Ingo Preuß aus Enttäuschung akrobatisch auf einen Stuhl an der Seitenlinie. "Das musste sein", lachte Preuß nach dem Abpfiff. Und zeigte den Akteuren, wie man punktgenau zielt. Als die Spieler zum Jubeln Richtung Fans gingen, zirkelte der Schneider-Assistent einen Ball aus 40 Meter an den Pfosten des leeren Tores. Preuß augenzwinkernd: "Genau getroffen. Ich wollte einfach Mal zeigen, wie es geht."

Durch den wichtigen Heim-Erfolg kletterten die Schwarz-Gelben vor den Augen von Sport-Manager Michael Zorc, Abwehrspieler Markus Brzenska, Allrounder Florian Kringe sowie den Profi-Co-Trainern Ralf Zumdick und Teddy de Beer auf den fünften Tabellenplatz. Schneider: "Den wollen wir jetzt verteidigen."

Autor: tt/kru

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