Von wegen Feiertag! Auch gestern dauerte die Trainingseinheit von Marcel Koller gut zwei Stunden. Auffallend: Nach fünf Spielen in Folge ohne Dreier  ist wenig Zeit für Späße, absolvieren die Spieler die Übungsstunden mit höchster Konzentration und Gewissenhaftigkeit. Was für Physiotherapeut Jürgen Dolls meist bedeutet, es gibt in den Trainingsspielen viel Arbeit. So musste er gestern Kapitän Thomas Zdebel einen Wirbel einrenken, die Wunden von Philipp Bönig oder Marc Pfertzel kühlen. Es geht zur Sache, denn auf eine mögliche Krise der gastgebenden Borussia kann und will man sich nicht verlassen. Koller:

Bochumer Kader freut sich auf die Dortmunder Derby-Kulisse

Kollers Versprechen: "Kein Versteckspiel"

gp
05. Oktober 2007, 09:14 Uhr

Von wegen Feiertag! Auch gestern dauerte die Trainingseinheit von Marcel Koller gut zwei Stunden. Auffallend: Nach fünf Spielen in Folge ohne Dreier ist wenig Zeit für Späße, absolvieren die Spieler die Übungsstunden mit höchster Konzentration und Gewissenhaftigkeit. Was für Physiotherapeut Jürgen Dolls meist bedeutet, es gibt in den Trainingsspielen viel Arbeit. So musste er gestern Kapitän Thomas Zdebel einen Wirbel einrenken, die Wunden von Philipp Bönig oder Marc Pfertzel kühlen. Es geht zur Sache, denn auf eine mögliche Krise der gastgebenden Borussia kann und will man sich nicht verlassen. Koller: "Was derzeit in Dortmund geschieht, interessiert uns nicht. Wir müssen unser eigenes Ding machen."

Natürlich hat der Schweizer sich den BVB am Dienstag beim Testspiel in Warschau via DSF angeschaut, doch verriet er später: "Große Erkenntnisse hat das nicht gebracht. Viel mehr noch ein Fragezeichen, ob Nelson Valdez wirklich verletzt ist." Zusätzlich griff Bochums Coach auch auf Videomaterial zurück, sah sich die Partie des BVB in Karlsruhe an und wartete gestern Mittag noch sehnsuchtsvoll auf die DVDs der Dortmunder Heimspiele gegen Bremen und Hamburg. Doch auch ohne diese Bilder weiß Koller, worauf es in Dortmund ankommt: "Entscheidend wird sein, wie mutig wir beim BVB auftreten. Es geht darum, dagegen zu halten. Ein Versteckspiel wird es nicht geben."
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/975-3012_preview.jpeg foto: firo[/imgbox]
Die Personalplanung für das Auswärtsspiel in der Nachbarstadt sind relativ übersichtlich. Joel Epalle wird wegen seiner Fußprellung nicht zur Verfügung stehen. Über einen Einsatz von Marcin Mieciel wird heute Nachmittag entschieden. Als Alternativen für den Angriff ständen Danny Fuchs und Dennis Grote, beide allerdings eher für die linke Seite, zur Verfügung. Koller: "Meine Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen. Wichtig wird sein, dass wir ruhig und geduldig bleiben."

Und dann blickt der Coach noch einmal auf das vergangene Wochenende zurück: "Worüber ist nach dem Spiel alles diskutiert worden. Fakt ist doch, dass wir uns in der zweiten Halbzeit mit einer tollen Moral zurückgekämpft haben und Chancen zum 4:2 hatten, dann aber ein klares Abseitstor hinnehmen mussten. Man kann also auch sagen, uns ist der Sieg geklaut worden."

Genau übrigens wie vor einem Jahr, als der VfL in Dortmund durch Fabio Junior einen zweiten Treffer erzielte, dem der Schiedsrichter die Anerkennung verweigerte. Koller: "Damals hockten wir nach dem Match in der Kabine und fragten uns, warum haben wir nicht gewonnen?" Diesmal wollen die Spieler alles dafür tun, dass sich das nicht wiederholt. Mittelfeldakteur Oliver Schröder, der in der letzten Saison in beiden Derbys gegen Schwarz-Gelb dabei war, stellt nüchtern fest: "Wir waren in beiden Spielen die bessere Mannschaft. Warum also sollten wir übertrieben Angst vor dem BVB haben. Ich spüre in der Kabine, dass sich alle auf das Lokalduell freuen."

Drei Fragen an

Matias Concha, was wissen Sie über das Derby zwischen dem BVB und dem VfL?
Ich habe schon so viel mitbekommen, dass der VfL im letzten Jahr in den Lokalduellen sehr erfolgreich war. Außerdem, dass es für die Fans die wichtigsten Spiele des Jahres sind und dass kein Erfolg länger gefeiert wird, als ein Dreier über einen Nachbarn.

Und was wissen Sie über den Signal Iduna Park?

Ich bin bestens vorbereitet. Zum einen weiß ich, dass Schweden bei der WM dort ein Spiel ausgetragen hat und dann habe ich mir das Dortmund-Heimspiel gegen Cottbus angesehen. Eine riesige Arena, das wird morgen Abend mit Sicherheit ein geiles Fußballspiel.

Gegen Nürnberg waren Sie an allen drei Bochumer Treffern beteiligt. Gehören Sie langsam schon zu den Leitwölfen?

Das kann ich nicht selber beurteilen. Fakt ist, mir macht es Spaß in der Bundesliga zu spielen. Ich kann es gar nicht abwarten, bis die Partie in Dortmund angepfiffen wird. Es ist eine große Herausforderung, die wir gemeinsam lösen wollen.

Autor: gp

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