Wer nach dem Unentschieden gegen Flensburg-Handewitt und dem Cup-Erfolg in Aue einen zufriedenen Jens Pfänder erwartet hätte, der sieht sich getäuscht: Dem TUSEM-Trainer stehen vor der heutigen Partie in Wilhelmshaven (17 Uhr) tiefe Sorgenfalten im Gesicht. Das liegt nur zum Teil an der DHB-Pokalauslosung, die den Essenern in der dritten Runde ein Auswärtsmatch beim Titel-Anwärter HSV Hamburg bescherte. Pfänder:

Tusem: Wilhelmshaven vor Augen, HSV im Sinn

Pfänder: "Wettbewerbsverzerrung"

23. September 2007, 13:00 Uhr

Wer nach dem Unentschieden gegen Flensburg-Handewitt und dem Cup-Erfolg in Aue einen zufriedenen Jens Pfänder erwartet hätte, der sieht sich getäuscht: Dem TUSEM-Trainer stehen vor der heutigen Partie in Wilhelmshaven (17 Uhr) tiefe Sorgenfalten im Gesicht. Das liegt nur zum Teil an der DHB-Pokalauslosung, die den Essenern in der dritten Runde ein Auswärtsmatch beim Titel-Anwärter HSV Hamburg bescherte. Pfänder: "Es geht schon seit einem Jahrzehnt so, dass die Glücksfee nicht auf meiner Seite ist."

Vielmehr beunruhigt den Coach die aktuelle personelle Situation seines Teams. David Katzirz und Ben Schütte fallen mit grippalen Infekten aus, Aljoscha Schmidt, Evars Klesniks und Mark Schmetz mussten unter der Woche "auch schon an den Tropf", wie Pfänder erklärt. Auch deshalb hat der Linien-Chef viel Respekt vor dem heutigen Gegner. "Sie haben eine sehr gefestigte Mannschaft, die weiß, worum es in der Bundesliga geht", urteilt der 48-Jährige. Vorzeitig abschreiben will er die Partie am Jadebusen aber nicht: "Obwohl wir auswärts nie der Favorit sein werden, sollten wir auch mal in fremden Hallen punkten. Dazu müssen wir aber auch eine gewisse physische Härte mitbringen."

Der einzige Haken: Schon 50 Stunden später wird man erneut gefordert sein, am kommenden Dienstag (20.15 Uhr) geht es in der heimischen Sporthalle am Hallo gegen den VfL Gummersbach weiter. Sehr zum Unwillen der Essener, die unbedingt am Mittwoch antreten wollten. "Die Ansetzung trifft uns mit unserem dünnen Kader besonders hart, für mich ist das Wettberwerbsverzerrung", ärgert sich der Trainer. Sein Zusatz: "Ich bin maßlos enttäuscht von den HBL-Verantwortlichen." Ein Gemütszustand, der nicht dauerhaft vorherrschen soll.

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