Es lief die 64. Minute zwischen Rellinghausen und Kupferdreh. Der Ball trudelte ins Aus und Mohamed Kachout, Mittelfeldmotor und Herz des SVK, durfte nach sechswöchiger Verletzungspause sein ersehntes Comeback feiern. Und was für eins: Bereits sein zweiter Ballkontakt führte zum 1:1-Ausgleich.

Kupferdreh: "Mo" Kachout mit Bombencomeback

"Dank an Physio Saurenhaus"

md
15. September 2007, 20:03 Uhr

Es lief die 64. Minute zwischen Rellinghausen und Kupferdreh. Der Ball trudelte ins Aus und Mohamed Kachout, Mittelfeldmotor und Herz des SVK, durfte nach sechswöchiger Verletzungspause sein ersehntes Comeback feiern. Und was für eins: Bereits sein zweiter Ballkontakt führte zum 1:1-Ausgleich. "Ich hatte einfach Glück, dass die Kugel genau auf meinen Kopf und von da ins Tor fällt", gibt sich der 24-Jährige zurückhaltend. Doch es kann keinen Zweifel geben: Das war sein Tag. Denn auch am Siegtreffer von Wolfgang Dymala war er durch seine exzellenten Vorbereitung maßgeblich beteiligt.

Entsprechend euphorisch äußerte sich sein Trainer Rolf Hahner: "Ich habe dafür gebetet, dass er schnell zurückkehrt. Was er gegen Rellinghausen abgeliefert hat, war einfach bombastisch."
Dabei hatte "Mo" eigentlich gar nicht vor, aufzulaufen: "Ich hatte ja schon bei der zweiten Mannschaft gespielt. Doch als wir dann 0:1 zurücklagen, habe ich dem Trainer signalisiert, dass ich noch Power für eine halbe Stunde habe." Der Trainer reagierte – das Ergebnis ist bekannt.

Überhaupt ist es ein kleines medizinisches Wunder, dass der frühere Kettwiger bereits sechs Wochen nach seinem Mittelfußbruch wieder auf dem Platz stehen kann: "Eigentlich waren zwei Monate Pause veranschlagt, aber der Heilungsprozess verlief hervorragend. Mein besonderer Dank dafür geht an unseren Physiotherapeuten Sven Saurenhaus, der mich mit seinen Übungen fit gehalten hat."

Und das war auch bitter nötig, damit der "hyperaktive" Kachout nicht während seiner Zwangspause völlig auf Entzug war: "Ich habe mir jedes Training angeschaut und hätte am liebsten mit gebrochenem Fuß mitgemacht."

Jetzt ist er zurück, was ist da für sein Team möglich? "Auf jeden Fall Platz fünf, und auch das Ziel, beste Essener Landesligist zu werden, halte ich für durchaus realistisch", backt der Orthopädiemechaniker recht große Brötchen angesichts der starken Konkurrenz aus Kray und Burgaltendorf. Doch Kachout schaut nicht auf den Gegner, sondern auf die eigenen Stärken: "Unsere großen Pluspunkte sind der Zusammenhalt und der unbedingte Siegeswille. Wir haben ein junges Team, in dem jeder noch Biss hat und etwas erreichen möchte."

Auch die Mittelfeldrakete selbst, wenngleich er seine Chancen realistisch einschätzt: "Ich schaue mir gern die Spiele von RWE oder Dortmund im Stadion an, und sicher wäre es ein Traum, einmal für einen der Clubs aufzulaufen, aber dafür bin ich mittlerweile definitiv zu alt."

Autor: md

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