Vor dem Showdown gegen RWO im Niederrheinpokal ist der MSV Duisburg am Samstag in der Liga beim Tabellenfünften VfR Aalen zu Gast.

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Gruev lobt Mentalität und ist überzeugt vom Aufstieg

Philip Ronden
28. April 2017, 07:07 Uhr
Foto: firo

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Vor dem Showdown gegen RWO im Niederrheinpokal ist der MSV Duisburg am Samstag in der Liga beim Tabellenfünften VfR Aalen zu Gast.

Als katastrophal bezeichnete MSV-Trainer Ilia Gruev die erste Hälfte gegen den FSV Frankfurt. Mit 0:2 lag der MSV zur Pause gegen das Keller-Kind aus Frankfurt zurück. "Die Spielweise in der ersten Halbzeit war nicht gut, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren," sagte Gruev in aller Deutlichkeit. In Halbzeit zwei zeigte seine Elf jedoch ein komplett anderes Gesicht, konnte durch Tore von Kingsley Onuegbu, Denis Streker (Eigentor) und Enis Hajri binnen acht Minuten das Spiel drehen und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit.

Die Comeback-Stärke nach Rückständen ist eine der vielen Stärken, die den MSV nach dem letztjährigen Abstieg höchstwahrscheinlich wieder in die 2. Liga befördern werden. Diese Mentalität lobt auch Gruev: "Das ist schon das dritte Mal, dass wir eine Partie nach einem scheinbar klaren Vorsprung des Gegners noch drehen konnten. Ich als Trainer bin stolz, dass wir das wieder geschafft haben." Auch MSV-Mittelfeldspieler Tim Albutat, der nach der Pause eingewechselt wurde, schätzt die Leistung in Halbzeit zwei gegen Frankfurt sehr hoch ein: "Bei uns in der Mannschaft gibt es genug Typen, die dann auch mal in der Pause Ansagen machen. Das hat diesmal wieder geholfen," sagt Albutat.

Dass man erneut zwei Tore gegen eine schwächere Mannschaft kassierte, schätzt Gruev dabei weniger dramatisch ein: "Wenn Sie mich jetzt fragen, ob ich lieber 1:0 oder 3:2 gewinnen möchte, kann ich Ihnen darauf nicht so einfach eine Antwort geben," meint der MSV-Trainer und fügt hinzu: "Natürlich ist es super, wenn man zu Null spielt, aber vorne drei Tore zu machen und ein Spiel zu drehen ist auch gut." Diese spektakulären Ergebnisse mit vielen Toren auf beiden Seiten zur Normalität werden zu lassen, ist für Gruev jedoch eindeutig keine Option: "Ich hoffe, dass wir in den nächsten Spielen nicht mehr in Rückstand geraten und wenige Tore kassieren," sagt der Bulgare.

Damit beginnen kann der MSV an diesem Wochenende gegen den VfR Aalen, der mit starken 53 Zählern auf Platz fünf in der Tabelle steht. Rein rechnerisch kann der VfR noch aufsteigen, der Verein hat jedoch Insolvenz angemeldet und bekommt daher neun Punkte abgezogen - auch wenn derzeit noch der Einspruch des Klubs läuft. Gruev gibt für das Spiel gegen Aalen und die anderen drei verbleibenden Partien eine klare Richtung aus, lobt aber auch das Erreichte: "In den letzten drei Spielen haben wir sieben Punkte geholt und haben in der Tabelle sechs Punkte Vorsprung. Diese Serie gilt es konsequent und konzentriert gegen Aalen und in den anderen Spielen fortzusetzen."

Gegen Aalen kann der MSV rechnerisch noch nicht aufsteigen, da der Vierte aus Regensburg sieben Punkte von den Zebras entfernt ist. Damit, dass sein Team alle Spiele verlieren wird, rechnet Gruev jedoch nicht: "Ich denke, wir werden viele Spiele gewinnen und die nötigen Punkte für den Aufstieg holen," ist sich der MSV-Trainer sicher.

Autor: Philip Ronden

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