Während einer Fußballbegegnung zwischen SuS 21 Oberhausen und TSV Safakspor gab es während des Spiels einen Tumult auf dem Platz.

KL B

Reserve von Safakspor boykottiert Spielbetrieb

gru
25. April 2017, 21:07 Uhr
Foto: Tim Müller

Foto: Tim Müller

Während einer Fußballbegegnung zwischen SuS 21 Oberhausen und TSV Safakspor gab es während des Spiels einen Tumult auf dem Platz.

Nach dem tätlichen Angriff auf SuS-Trainer Hartwig Jondral von einer nach wie vor nicht benannten Person kurz vor dem Ende der Partie SuS 21 gegen TSV Safakspor II in der Kreisliga B, herrscht beim türkischen Verein von der Dorstener Straße weiterhin Unruhe.

Als Reaktion auf die Tumulte, die einen Spielabbruch und einen Polizeieinsatz auslösten, sperrte Safakspor seine komplette zweite Mannschaft zunächst intern für ein Spiel. „Es war wichtig, ein Zeichen zu setzen“, erklärt der Geschäftsführer von Safakspor, Erkan Saracbasi (Foto). „Als Reaktion darauf boykottiert nun allerdings die ganze Mannschaft den Spielbetrieb.“

Nach Ansicht der Spieler sei die Strafe der Vereinsführung zu hart. Die Spieler erklärten dem Verein, nicht mehr für Safakspor auflaufen zu wollen. „Uns ist das egal“, sagt Saracbasi. „Wir wollen, dass auf dem Fußballplatz keine Gewalt herrscht. Außerdem schädigt das unserem Ruf, der schon nicht der Beste ist, noch mehr“.

Bereits in der ersten Woche nach der internen Sperre, rückte die dritte Mannschaft aus der Kreisliga C als Ersatz für die Reserve auf. „Dies wird auch erstmal so bleiben und wir hoffen, dass wir den Klassenerhalt schaffen können.“ Bereits vor dem Boykott der Mannschaft ist das Trainergespann geschlossen zurückgetreten - „ohne uns darüber offiziell zu informieren“, merkt Saracbasi an.
„Schlaflose Nächte“ haben Saracbasi allerdings Kommentare in den sozialen Netzwerken bereitet: „Da kommen dann sofort die rechten Hetzer hervor, die uns alle abschieben wollen, ohne den Verein überhaupt zu kennen“, ist Erkan Saracbasi wütend.

Zur anstehenden Verhandlung der Kreisspruchkammer am Dienstag, 2. Mai, über den Spielabbruch und die tätliche Aktion will Saracbasi alle Beteiligten vom Spiel hinschicken: „Da noch kein Täter identifiziert ist, hoffe ich, dass es sich dort dann klärt. Wer nicht kommt, macht sich selbst verdächtig.“

Eine mögliche Sperre der Spruchkammer ist unabhängig davon, ob die Spieler noch für den betroffenen Verein spielen. Für den Spielabbruch wird aller Voraussicht nach Safakspor mit 100 Euro zur Kasse gebeten werden - „ich musste schon vorherige Woche den Kopf hinhalten und 100 Euro zahlen, weil ich zu wenige Spieler für die dritte Mannschaft gefunden hab“, so Saracbasi.

Von den Spielern der ehemaligen zweiten Mannschaft erwartet er eine Liste mit Namen zur Abmeldung. Außerdem sei die Tür zur möglichen Rückkehr zu: „Sie hätten die Strafe absitzen können, aber wollten das nicht. Daher ist das Thema nun durch.“

Autor: gru

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