Das 150. Revierderby zwischen Schalke und Dortmund endete 1:1. Die Erkenntnis: Beide Klubs müssen sich anstrengen, um ihre Ziele zu erreichen. Ein Kommentar.

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150. Revierderby liefert Diskussionsstoff

Peter Müller
01. April 2017, 18:23 Uhr
Foto: Firo

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Das 150. Revierderby zwischen Schalke und Dortmund endete 1:1. Die Erkenntnis: Beide Klubs müssen sich anstrengen, um ihre Ziele zu erreichen. Ein Kommentar.

Das Revierderby kam relativ spät in Fahrt, aber immerhin. Die zweite Halbzeit war temporeich, packend, sehenswert. Und als Schalkes junger Linksverteidiger Thilo Kehrer in Minute 77 zum 1:1 traf, da kochte die Hütte. Die Königsblauen schienen lange Zeit nicht begriffen zu haben, dass man selbst mehr nach vorne tun muss, um erfolgreich zu sein. In der kompletten ersten Halbzeit hatten sie sich auf Defensivarbeit konzentriert. Borussia Dortmund stellte das aktivere, das frechere, das auch spielerisch stärkere Team.

Und so war es dann auch kein Wunder, dass der BVB in der zweiten Hälfte mit einem flotten Konter in Führung ging - am Ende musste Pierre-Emerick Aubameyang nur noch einschieben.

Und wieder einmal zog der exzentrische Torjäger daraufhin eine Show ab: Wieder stülpte er sich eine Maske über den Kopf, die er sich nach seinem Treffer schnell von einem Betreuer geholt hatte. Muss man das eigentlich noch lustig oder gar originell finden? Letzten Endes handelt es sich um eine Albernheit, die sich Aubameyang vor allem deshalb leisten kann, weil er ein großartiger Fußballer ist. Es würde ihm allerdings besser stehen, wenn er sich auf sein Kerngeschäft beschränken würde.

Dieses Derby war keines für die Ewigkeit, keines, das in den kommenden Jahren bei der Auflistung der aufregendsten Duelle dieser beiden Teams Erwähnung finden wird. Aber Diskussionsstoff lieferte es dann doch genügend - bis in die Nachspielzeit hinein, als Schalke ein Handelfmeter verweigert wurde.

Schalke und BVB müssen sich weiter anstrengen

Am Ende war es ein leistungsgerechtes Unentschieden. Und was bedeutet das nun? Borussia Dortmund verlor durch den Auswärtssieg der weiterhin überraschend konstanten Hoffenheimer in Berlin den dritten Platz, der zur direkten Champions-League-Teilnahme berechtigt. Auch der BVB wird sich also noch schwer anstrengen müssen, um seine Ziele zu erreichen.

Schalke 04 sowieso. Die Mannschaft klebt im Tabellenmittelfeld fest, nach wie vor ist aber noch alles möglich. In der Liga geht es sehr eng zu: Für Mannschaften wie Schalke kann es bis zum Schluss spannend bleiben.

Autor: Peter Müller

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