Das erste Spiel als Mannschaftskapitän im Heimspiel gegen den Karlsruher SC verlief für Manuel Riemann unglücklich.

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Riemann spricht über die Bochumer Fanunterstützung

02. März 2017, 13:22 Uhr
Foto: firo

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Das erste Spiel als Mannschaftskapitän im Heimspiel gegen den Karlsruher SC verlief für Manuel Riemann unglücklich.

Das 1:1-Endresultat stellte niemanden zufrieden und eine emotional aufgeladener Kapitän, sagte Dinge, die teils aus dem Zusammenhang gerissen, so manchen Fan vergraulten.

Die Folge: In den nächsten Partien nahm sich der Kapitän verbal zurück, blieb dennoch in den Schlagzeilen. Der Grund dafür: Bei den Siegen gegen Würzburg und in Nürnberg war der Keeper in den hektischen Phasen des Spiels der Matchwinner und ragte aus dem Team heraus. Zu Wochenbeginn brach der Schlussmann sein Schweigen und stand RS Rede und Antwort.

Manuel Riemann, zwei Siege in Folge, das gelang bisher noch nicht. Was war der Schlüssel zu diesem doppelten Erfolgserlebnis? Ich denke, wir haben in beiden Spielen unglaublichen Kampfgeist und Zusammenhalt gezeigt und deshalb haben wir beide Male auch verdient gewonnen.

Am Freitag geht es gegen Fortuna Düsseldorf. Im Hinspiel gab es eine bittere 0:3-Niederlage. Wie kann der VfL das Rückspiel gegen die Landeshauptstädter dieses Mal positiv gestalten? Es ist eigentlich wie immer. Wir müssen wieder genau die gleiche Mentalität an den Tag legen wie zuletzt. In der zweiten Liga geht es zunächst ausschließlich über den Kampf, über die Zweikämpfe und über die Leidenschaft. Gerade in diesem Westderby ist das die zwingende Voraussetzung. Nur mit der totalen Bereitschaft wird uns ein Sieg gelingen. Gegen Würzburg in der zweiten Halbzeit und gegen Nürnberg haben wir es vorgemacht. Nur so geht es.

Viele in der Mannschaft haben immer wieder angedeutet, dass die Heimsiege gegen 1860 München und Würzburg ohne die Unterstützung des Bochumer Publikums nicht möglich gewesen wären. Welche Bedeutung hat für Sie die Unterstützung von den Rängen? Es kommt ja nicht von ungefähr, dass wir daheim noch ungeschlagen sind. Wir spielen zwar nicht immer vor vollen Rängen, aber was uns da seit Monaten widerfährt, ist schon einmalig. Ich bin mir sicher, dass wir beim Stande von 0:1 es ohne unsere Anhänger nicht geschafft hätten, das Spiel zu drehen. Was Unterstützung ausmacht, sieht man auch am Beispiel Union Berlin. Unsere Fans sind zwar weniger, aber nicht minder begeisterungsfähig. Ich denke, dass leidenschaftliche Unterstützung von den Rängen in der Saison zwischen neun und zwölf Zähler ausmacht. Ich bin davon überzeugt, dass uns auch am Freitagabend die Hilfe unserer Anhänger nicht verwehrt wird. Sie werden uns pushen und damit die Voraussetzung schaffen, dass wir als Sieger vom Platz gehen – unsere Fans sind eine Art Doping für die Mannschaft.

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