Der VfB Stuttgart hat dank Torjäger Simon Terodde einen großen Schritt Richtung Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga gemacht.

Terodde schießt VfB an die Spitze

Pauli gibt Rote Laterne ab

sid
12. Februar 2017, 15:27 Uhr
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Der VfB Stuttgart hat dank Torjäger Simon Terodde einen großen Schritt Richtung Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga gemacht.

Der Tabellenführer gewann das kleine Baden-Württemberg-Derby am Sonntag gegen den SV Sandhausen 2:1 (1:0) und profitierte vom Patzer des direkten Konkurrenten Eintracht Braunschweig. Hinter dem Führungsduo lauert knapp ein halbes Dutzend Mannschaften auf die große Chance.

Union Berlin gewann 3:1 (1:1) gegen den Pokal-Viertelfinalisten und Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld und verteidigte erfolgreich Platz vier vor dem 1. FC Heidenheim (2:0 bei den Würzburger Kickers), Dynamo Dresden (0:2 beim FC St. Pauli) und Sandhausen.

"Wenn man zwei Spiele nicht gewinnt, ist man ganz schnell weg", sagte Union-Trainer Jens Keller bei Sky: "Wir haben immer gesagt, dass wir oben mitspielen wollen - aber wir schaffen das nur, wenn wir 100 Prozent unserer Leistung zeigen."

Stuttgart ging kurz vor dem Halbzeitpfiff durch einen Foulelfmeter von Terodde (45.+2) in Führung. Der Nachbar aus Sandhausen, der unter der Woche im DFB-Pokal gegen Schalke 04 ausgeschieden war (1:4), glich zwar durch den 19 Sekunden zuvor eingewechselten Richard Sukuta-Pasu aus (62.). Doch erneut Terodde sicherte dem VfB mit seinem 14. Saisontor (85.) den dritten Sieg im dritten Spiel 2017.

Braunschweig war bereits am Freitag nicht über ein 1:1 (1:0) beim 1. FC Nürnberg hinausgekommen. Für Trainer Torsten Lieberknecht war das Unentschieden aber "in Ordnung, weil wir punkten wollten - und das ist uns gelungen", sagte der Coach: "Wenn wir so weitermachen und uns so präsentieren, ist es zwar noch ein langer Weg, aber wir wollen ihn weitergehen."

Allerdings könnte Hannover 96 am Montagabend (20.15/Sky und Sport1) im Spiel gegen den VfL Bochum wieder an der Eintracht vorbeiziehen. Im Tabellenkeller sammelte Erzgebirge Aue gegen die SpVgg Greuther Fürth zwar ein Pünktchen (0:0), ist aber trotzdem neues Schlusslicht - punktgleich mit St. Pauli und Bielefeld.

1860 München hat derweil nach dem Pokal-Aus ein wenig Wiedergutmachung betrieben. Die Löwen setzten sich dank des Last-Minute-Treffers ihres Kapitäns Kai Bülow mit 2:1 (0:0) gegen den Karlsruher SC durch. "Wir wollten allen zeigen, dass wir es können", sagte Trainer Vitor Pereira. Der neue KSC-Coach Mirko Slomka musste hingegen die erste Niederlage hinnehmen, weil Bülow mit seinem Treffer (90.+5) Erinnerungen an die Relegation vor zwei Jahren gegen Holstein Kiel weckte, als er die Löwen in den Schlusssekunden vor dem Abstieg bewahrt hatte.

Im Mittelfeld der Tabelle trennten sich bei der Rückkehr von Trainer Norbert Meier an die alte Wirkungsstätte Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Kaiserslautern 1:1 (0:0) - die Fortuna wartet im Jahr 2017 noch immer auf ihren ersten Sieg. "Wir können mit dem Punkt gut leben", sagte FCK-Coach Meier, der 2012 mit Düsseldorf in die Bundesliga aufgestiegen war: "Wir haben gegen einen starken und motivierten Gegner gespielt."

Autor: sid

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