Am zweiten Tag des Duisburger Hallenstadtpokals 2017 sorgte der 1. FC Hagenshof für die sicherlich größte Überraschung. Der B-Ligist erreichte die Zwischenrunde als bester Gruppendritter des Tages.

Halle Duisburg

"Der Boden war dreckig"

Fabian Kleintges-Topoll
06. Januar 2017, 23:08 Uhr
Foto: Funke Foto Services

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Am zweiten Tag des Duisburger Hallenstadtpokals 2017 sorgte der 1. FC Hagenshof für die sicherlich größte Überraschung. Der B-Ligist erreichte die Zwischenrunde als bester Gruppendritter des Tages.

Die Zuschauer in der erneut gut gefüllten Rheinhausener Sporthalle an der Krefelder Straße staunten nicht schlecht, als der 1. FC Hagenshof aus der Kreisliga B tatsächlich mit 2:1 gegen den Landesligisten FSV Duisburg gewann. Nach dem Sieg von TuRa 88 über die DJK Vierlinden im letzten Spiel des Tages war klar, dass dem Team von Trainer Carsten Kemnitz der große Wurf gelungen ist.

Teammanager Frank Blom äußerte sich nach Turniertag zwei so, als hätte er damit förmlich gerechnet: „Wir sind nicht überrascht, wir sind stark und das hatte sich vorher schon abgezeichnet. Die Landesligisten sind physisch natürlich stärker, aber wir konnten gut dagegen halten. Wir haben mannschaftlich ein gleichwertiges Potenzial aufbieten können und ordentlich gekämpft.“ Am morgigen Finaltag will der B-Ligist einen ähnlich „vernünftigen Auftritt“ hinlegen. „Wir schauen wie weit wir kommen, aber wir haben heute schon gewonnen. Das reicht!“, berichtet Blom voller Vorfreude auf die morgige Zwischenrunde.

Insgesamt waren die Partien viel intensiver und die Gruppen deutlich spannender, als es am ersten Turniertag der Fall war. Besonders in Gruppe D war es bis zum Schluss enorm eng. Am Ende setzte sich der Bezirksligist SV Genc Osman als Spitzenreiter vor Rheinland Hamborn aus der Kreisliga A durch. Überraschend ausgeschieden ist die DJK Vierlinden. Der Tabellenzweite der Bezirksliga Niederrhein Gruppe 5 verpatzte besonders seine Auftaktpartie, in der die Mannschaft von Almir Duric gegen Genc Osman mit 0:5 baden ging. Dem VfL Rheinhausen hat der Heimvorteil in der eigenen Halle auch nichts nutzen können. Mit nur vier Zählern musste der VfL genauso früh die Segel streichen, wie A-Ligist TuRa 88.

In Gruppe C zog Bezirksligaspitzenreiter Hamborn 07 mit voller Punktzahl standesgemäß in die nächste Runde ein. „Für uns kam der Durchmarsch durch die Gruppe ziemlich unerwartet, weil wir aus unserem Stammkader heute nur drei, vier Leute dabei hatten, die in der Meisterschaft nicht so oft spielen“, sagt Löwen-Co-Trainer Armin Dimmel, der heute seinen Chefcoach Didi Schacht vertreten musste. „Die Stammkräfte haben wir natürlich geschont, die Liga hat weiter absoluten Vorrang. Aber die Jungs aus der Zweiten haben das gut gemacht. Wir haben schöne Tore geschossen und sind verdient weiter gekommen.“

Hinter Gruppensieger Hamborn holten gleich drei Teams sechs Punkte. Enttäuschender Tabellenletzter wurde Meiderich 06/95 ohne jeden Zähler. Der Landesligist FSV Duisburg musste lange zittern und konnte erst im letzten Gruppenspiel durch den Sieg von Hamborn über den Duisburger FV 08 das Ticket für die Endrunde lösen. „Die Gruppe war sehr ausgeglichen, jeder hätte weiterkommen können. Wir hatten auch ein bisschen mehr Glück, dass wir immer früh in Führung gegangen sind, wenn wir gewonnen haben. Dann lässt es sich natürlich leichter spielen, als wenn du in Rückstand gerätst“, analysiert FSV-Coach Denis Tahirovic.

Als Budenzauber würde der 31-Jährige den Duisburger Hallencup jedoch nicht bezeichnen, obwohl er den unterklassigen Teams viel Respekt zollt. „Die Mannschaften unter uns sind immer für eine Überraschung gut“, so Tahirovic, der den Hallenboden in Rheinhausen allerdings bemängelte. „Der Boden war sehr dreckig, die Standfestigkeit der Spieler war nicht gegeben. Darunter leidet dann natürlich auch die Spielqualität“, kritisiert der ehemalige Kray-Coach.

Am morgigen Finaltag fällt dann die Entscheidung: Ab 12.30 Uhr geht es mit der Zwischenrunde los. In zwei Fünfergruppen kämpfen die ersten beiden Teams jeder Gruppe sowie der jeweils beste Gruppendritte des Tages um ein Halbfinalticket (17.30 Uhr). Danach folgen das 14-minütige Spiel um Platz 3 (18.30 Uhr) und das 20-minütige Finale (19 Uhr).

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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