Der fromme Wunsch von Trainer Christian Mikolajczak, der VfB Speldorf möge kurz vor Weihnachten den Kontakt zur Spitzengruppe der Fußball-Landesliga nicht verlieren, ist nicht ganz in Erfüllung gegangen.

Speldorf

VfB geht in Rellinghausen baden

Marcel Dronia
11. Dezember 2016, 20:18 Uhr
Foto: Tillmann

Foto: Tillmann

Der fromme Wunsch von Trainer Christian Mikolajczak, der VfB Speldorf möge kurz vor Weihnachten den Kontakt zur Spitzengruppe der Fußball-Landesliga nicht verlieren, ist nicht ganz in Erfüllung gegangen.

Beim ESC Rellinghausen holte sich der VfB am Sonntag eine 0:3 (0:1)-Packung ab.

Damit fielen die Mülheimer am vorletzten Spieltag in diesem Kalenderjahr hinter den SV Sonsbeck auf den fünften Rang zurück. Gut nur, dass weiter oben auch die zweite Mannschaft von Rot-Weiß Oberhausen verloren hat. So bleibt der Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz bei überschaubaren vier Zählern. Ganz vorne hat sich der SV Straelen etwas aus dem Staub gemacht – fünf Punkte Vorsprung.

Zum Spiel: Die Partie im Manfred-Scheiff-Stadion wäre womöglich anders verlaufen, hätte der Speldorfer Michael Andres in der Frühphase der Begegnung den Führungstreffer erzielt. Doch er traf nur den Pfosten. „Zweimal waren wir alleine vor dem Tor, da muss auch mal einer reingehen“, ärgerte sich Christian Mikolajczak hinter, als er schon wusste, dass sich das Auslassen dieser Chancen rächen sollte.

Obwohl die Mülheimer in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft waren, waren es die Hausherren, die in Führung gingen. Nach einem guten Konter erzielte Kohei Yokozawa in der 25. Minute das 1:0.
Dennoch war für die Mülheimer aufgrund des Auftretens in der ersten Halbzeit noch alles drin. „Ich habe fest daran geglaubt, dass wir noch einmal zurückkommen können“, meinte Mikolajczak.

Aber Durchgang zwei war keine zwei Minuten alt, da klingelte es zum zweiten Mal im Mülheimer Gehäuse. Marcel Kirchmayer köpfte nach einer Ecke in der 47. Minute ein.

Mit dem frühen Treffer brachen die Gastgeber dem VfB das Genick. „Wir haben völlig die Ordnung verloren und waren nicht mehr so präsent wie in der ersten Halbzeit“, erklärte Christian Mikolajczak. Im Mittelfeld entstanden oft große Lücken, weil die Speldorfer nicht konsequent nachrückten. „So kann man in Rellinghausen auch nicht gewinnen“, meinte der Speldorfer Spielertrainer. Mit seinem zweiten Treffer machte Yokozawa schon in der 52. Minute endgültig alles klar.

Christian Mikolajczak ärgerte sich noch immer über die vergebenen Chancen aus der ersten Halbzeit, die den Spielverlauf womöglich anders hätten aussehen lassen. „Bis zum Sechzehner war das alles gut, aber dann fehlte der letzte Pass oder die zündende Idee“, so der Coach. Dass die Strafe dafür im Fußball oft schnell folgt, ist bekannt. „Manche Mannschaften brauchen eben nur ein oder zwei Chancen“, so Mikolajczak.

Über die Tabellensituation macht sich der Coach aktuell keine Sorgen, wenngleich auch er registriert hat, dass der VfB am Sonntag die Chance verpasst hat, bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heranzurücken. „Darüber mache ich mir jetzt nach so einer Niederlage keine Gedanken. Es ist immer noch alles gut und wir können mit der Hinrunde sehr zufrieden sein“, so Mikolajczak. Der Coach ergänzte: „Wer damit nicht einverstanden ist, der braucht einfach nur zu gucken, wo wir die letzten beiden Jahre gestanden haben.“

Autor: Marcel Dronia

Kommentieren