Oben mitspielen wollte der VfL Bochum, doch bei einer weiteren Niederlage am Samstag gegen den TSV München 1860 droht der pure Abstiegskampf.

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Abstiegskampf statt oben dabei - die Zahlen zur Lage

Michael Eckardt / Ralf Ritter
07. Dezember 2016, 08:07 Uhr
Foto: firo

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Oben mitspielen wollte der VfL Bochum, doch bei einer weiteren Niederlage am Samstag gegen den TSV München 1860 droht der pure Abstiegskampf.

Ein paar Fakten und Anmerkungen zur bisherigen Saison.

18 Punkte - Platz 13
Anspruch und Wirklichkeit klaffen mittlerweile weit auseinander. Zwar hat niemand das Ziel Aufstieg ausgegeben vor dieser Saison, man wollte sich aber weiter entwickeln, weiter verbessern, das war die offizielle Wortwahl. Zum Vergleich: In der Vorsaison lag der VfL zu diesem Zeitpunkt auf Platz 6 mit 23 Punkten. Und noch eine Saison zuvor, noch unter Trainer Peter Neururer, hatte Bochum nach 15 Spieltagen 19 Punkte (Platz 10). Am Ende landete der VfL im Vorjahr auf Rang 5 und eine Saison zuvor, nach dem Trainerwechsel im Winter, auf Rang 11.

4 Siege in 15 Spielen
Das ist die magere Ausbeute bisher. Erfolge feierte der VfL daheim gegen Union Berlin (2:1), Nürnberg (5:4) und Heidenheim (2:1) sowie auswärts beim FC Erzgebirge Aue (4:2). Hinzu kommen 6 Remis und 5 Niederlagen - und das Aus im DFB-Pokal in der ersten Runde. Beim Viertligisten FC Walldorf (2:4 nach Verlängerung). Eklatant ist die Auswärtsschwäche: Bei den Pleiten in Düsseldorf oder Kaiserslautern etwa ging man förmlich unter. Nur 5 Punkte sprangen in den 8 Auswärtsspielen heraus. Daheim ist man indes noch unbesiegt.

9,6 Millionen Euro fürs Team
Mit diesem Betrag hat der VfL für die laufende Zweitliga-Saison geplant. Die Ausgaben für Mannschaft, Trainer und Betreuer sind damit gegenüber dem Vorjahr (8,8 Millionen) gestiegen. Im Vergleich zur Saison 2014/2015 (7,7 Millionen) handelt es sich sogar um eine deutliche Steigerung.

12 Neuzugänge im Sommer
Vor der laufenden Saison stand ein Umbruch an beim VfL Bochum, der 12 neue Spieler verpflichtete. Einer davon, Jannik Bandowski, hat bislang noch keine Minute spielen können. Betrachtet man die Leistungen der Neuzugänge bisher, dann hat Johannes Wurtz positiv überrascht, im Großen und Ganzen zufrieden sein kann man - mit Abstrichen - mit Kevin Stöger und Nils Quaschner. Der Rest hat Mühe, den Erwartungen gerecht zu werden. Enttäuschend ist bislang - neben dem zweikampfschwachen Tom Weilandt - der vom Transferaufwand her teuerste Spieler: Marco Stiepermann fehlt zumindest derzeit die Präsenz, um eine Mannschaft führen zu können.

7 verletzte Spieler momentan
Dass der VfL, was Verletzungen betrifft, vom Glück begünstigt sei in dieser Saison, wird niemand behaupten. Derzeit fehlen Trainer Gertjan Verbeek noch sieben verletzte Spieler. Stefano Celozzi, Felix Bastians, Kevin Stöger und Thomas Eisfeld zählen sicherlich zur Kategorie Stammspieler. Dass Patrick Fabian nach seinem vierten Kreuzbandriss die erste Halbserie nicht würde spielen können, war vor Saisonbeginn bekannt. Auch erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen werden Görkem Saglam und Jannik Bandowski.

Autor: Michael Eckardt / Ralf Ritter

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