Der MSV Duisburg kann doch noch treffen. Für einen Dreier reichte es gegen den VfR Aalen allerdings nicht. Am Ende trennten sich die Teams mit 2:2 (1:0).

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Wieder kein Sieg für die Zebras

26. November 2016, 16:03 Uhr
Foto: Getty Images

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Der MSV Duisburg kann doch noch treffen. Für einen Dreier reichte es gegen den VfR Aalen allerdings nicht. Am Ende trennten sich die Teams mit 2:2 (1:0).

"Es wird ein Duell auf Augenhöhe", analysierte MSV-Trainer Ilia Gruev vor der Partie gegen den VfR Aalen. Dies war, mit Blick auf die Tabelle, auch im Vorfeld so zu vermuten. Der Bulgare fügte vielwissend hinzu: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Aalen sich hinten reinstellen wird."

Und damit traf der 47-Jährige den Nagel auf den Kopf - denn die Schwaben begannen durchaus zielstrebig. Der VfR kaufte den Zebras in den ersten Minuten den Schneid ab - Duisburg kam mit der aggressiven Gangart der Baden-Württemberger schwer zurecht. Und auch die zuvor so hochgelobte Defensive fing plötzlich mächtig an zu schwimmen: Riesiges Glück hatten die Meidericher dann in der 16. Minute, als Bomheuer mit seinen Gedanken überall war, nur nicht auf dem grünen Rasen. VfR-Stürmer Matthias Morys konnte eine zu kurz geratene Rückgabe des Innenverteidigers erlaufen und frei auf Mark Flekken zustürmen. Dort behielt er allerdings nicht die Nerven, wodurch der holländische Torwart klären konnte.

Im Laufe der ersten Hälfte kamen aber auch die Zebras besser in die Partie. In der 33. Minute war es dann, aus MSV-Sicht, endlich so weit: Kingsley Onuegbu erlöste die gesamte Schauinsland-Reisen-Arena. Nach exakt 402 Minuten ohne eigenen Torerfolg traf der Nigerianer per Abstauber wieder ins Schwarze. Die Pointe: Anschließend skandierten die Fans lautstark: "Oh wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehen!"

Mit dieser 1:0-Führung ging es dann auch in die Halbzeitpause. Und aus dieser kamen die Zebras überraschend antriebslos. Die Führung im Rücken merkten die 10.443 Zuschauer in Wedau den Akteuren nicht an. Simon Brandstetter versuchte sich zwar allmählich dem Kasten der Aalener zu nähern, seine Abschlüsse blieben im Ergebnis aber ohne Ertrag. In der 62. Minute kam es dann wie es kommen musste. Der VfR konterte die unsortierte Defensive der Zebras aus: Morys startete im richtigen Moment durch, kreuzte Bomheuers Laufweg, steuerte alleine auf Flekken zu und ließ dem Schlussmann keine Abwehrchance - der bis dahin nicht unverdiente Ausgleich. Und es ging nicht besser weiter. Denn die Gäste aus dem Süden der Republik spielten weiter frech auf - und wurden in der 72. Minute dafür belohnt. Ein toller Pass in die Schnittstelle setzte Welzmüller in Szene, der zunächst an Flekken scheiterte, aber danach die Übersicht behielt und stark auf Kartalis zurücklegte. Dessen Flachschuss ging durch die Beine von Bomheuer über die Linie ins Netz zur Gästeführung.

Die Folge: Ein gellendes Pfeifkonzert von den Rängen. Dieser Schock schien die Duisburger aber geweckt zu haben. Nur sechs Minuten später konnte der MSV wieder ausgleichen. Zlatko Janjic erzielte mit der Brust das 2:2. Anschließend passierte nichts mehr - bis in die Nachspielzeit. Dort lief Mika Ojala nach einer Ecke der Meidericher völlig blank auf Flekken zu. Dieser hielt den Punkt aber überragend fest.

Damit bleibt der MSV Duisburg auch im fünften Spiel in Folge sieglos. Dennoch grüßen die Zebras paradoxerweise weiterhin von der Spitze. Am kommenden Sonntag geht es für die Zebras zum Tabellennachbarn aus Lotte.

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