In der Sommerpause wechselte Kevin Stöger von Paderborn zum VfL Bochum und erkämpfte sich auf Anhieb einen Stammplatz.

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Wie Stöger seine ersten Monate in Bochum beurteilt

30. September 2016, 07:37 Uhr
Foto: firo

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In der Sommerpause wechselte Kevin Stöger von Paderborn zum VfL Bochum und erkämpfte sich auf Anhieb einen Stammplatz.

RS sprach mit dem Linksfuß über die ersten drei Monate in Bochum und die nahe Zukunft.

Kevin Stöger, was war schwieriger? Das Spiel gegen den VfB Stuttgart oder der Umzug von Paderborn nach Bochum?
Mit Sicherheit das Spiel gegen Stuttgart. Gegen meinen Ex-Klub haben wir, was das Spielerische angeht, sicherlich unser bestes Saisonspiel gezeigt. Gerade nach der Pause war es ein sehr gutes Spiel von uns. Ärgerlich nur, dass wir uns nicht mit einem Sieg belohnt haben.

Vier Jahre im Stuttgarter Trikot – war das am Freitag noch ein besonderes Spiel für Sie?
Ja, natürlich. Ich habe mich sehr gefreut auf diese Partie. Schließlich habe ich vor einem Jahr noch die Sommervorbereitung beim VfB absolviert, bevor ich dann noch nach Paderborn gewechselt bin. Deshalb kenne ich auch noch ein paar Spieler von damals und habe noch einige sehr gute Kontakte.

Welche Erfahrungen haben Sie in den ersten drei Monaten mit Ihrem neuen Arbeitgeber VfL Bochum gemacht?
Nach den Gesprächen, die ich mit den Verantwortlichen geführt habe, war mir klar, dass Bochum für mich der richtige Verein ist. Die letzte Saison in Paderborn war schwierig, aber mit 23 Jahren will ich mich jetzt weiterentwickeln und den nächsten Schritt machen.

Beschreiben Sie doch einmal, in was für eine neue Mannschaft Sie da hineingekommen sind. Passt das gut zusammen?
Es ist vom Charakter her eine Top-Mannschaft. Da gibt es keinen, der ausschert. Ein Team, das meiner Meinung nach noch sehr jung ist, aber sehr entwicklungsfähig und mit sehr viel Potential. Es sind alle hungrig auf Erfolge und wir sind bereit, dafür hart zu arbeiten. Alle haben das gleiche Ziel, den größtmöglichen Erfolg mit dem VfL zu erzielen. Kurz: Wir haben eine gute Mannschaft beieinander.

Gertjan Verbeek hat kürzlich gesagt, dass jeder einzelne Spieler beim VfL auch persönlich besser wird. Können Sie das bestätigen?
Zunächst einmal hat die Transferperiode im Sommer gezeigt, dass zahlreiche Spieler, die unter Verbeek trainiert haben, in die erste Liga gewechselt sind. Für mich persönlich spüre ich, dass es bei mir voran geht. Es hat ein wenig gedauert, bis ich die Spielphilosophie verinnerlicht habe. Sicherlich geht das nicht immer ohne Fehler ab. Aber es zeigt sich, dass es Woche für Woche bei mir besser geht. Denn es ist für mich wichtig, dass ich der Mannschaft helfen kann.

Warum herrscht momentan eine Diskrepanz zwischen den zum Teil spektakulären Heimauftritten und den eher bescheidenen Leistungen in den Auswärtsspielen?
Ich denke, es liegt manchmal nur an Kleinigkeiten. In Würzburg und Karlsruhe hat uns sicherlich auch das Glück gefehlt. In Düsseldorf dagegen haben wir uns durch einige Fehler in eine schlechte Ausgangsposition gebracht. Da waren wir einfach nicht kompakt genug. Gegen Stuttgart haben wir alle gesehen, wie es funktionieren kann. Wenn die Mannschaft nach hinten arbeiten und alle da mitmachen, wird es schwer, gegen uns zu gewinnen.

Vor Ihrer Zeit beim VfL haben Sie in 61 Zweitliga-Spielen vier Treffer erzielt. Wie viele werden es denn in dieser Saison?
Ich habe schon ein persönliches Ziel, was meine Tore angeht, aber das behalte ich natürlich für mich. Viel wichtiger sind mir die Ziele, die wir als Mannschaft angehen. Da lautet das Nahziel: Sieg in Aue.

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