Der Duisburger Offensivspieler weiß, dass eine knüppelharte Saison auf die Zebras wartet. „Ich hoffe, dass wir daheim den Grundstein legen und die Fans mit guten Leistungen auf unsere Seite ziehen“, so der 31-Jährige.

MSV Duisburg

Bröker spürt die Aufbruchstimmung

Thomas Tartemann
02. Juli 2016, 12:07 Uhr
Foto: firo

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Der Duisburger Offensivspieler weiß, dass eine knüppelharte Saison auf die Zebras wartet. „Ich hoffe, dass wir daheim den Grundstein legen und die Fans mit guten Leistungen auf unsere Seite ziehen“, so der 31-Jährige.

Als Thomas Bröker das letzte Mal in der 3. Liga Fußball spielte, hießen die Gegner Wuppertaler SV, FC Bayern München U 23, Fortuna Düsseldorf oder auch Carl Zeiss Jena. „Bröki“ war in der Saison 2008/2009 für Dynamo Dresden am Start und traf in 37 Spielen zehn Mal für die Sachsen.

Mit einer ähnlichen Torquote würde der Routinier seinen aktuellen Arbeitgeber MSV Duisburg dem Wunschziel ein gehöriges Stück näher bringen. Die Zebras wollen nach dem bitteren K. o. gegen die Würzburger Kickers schnellstmöglich zurück in Liga zwei. „Ich merke hier jeden Tag beim Training und bei den Gesprächen mit den Teamkollegen, dass wir angreifen wollen“, sagt der 31-Jährige, „ich spüre hier beim MSV eine gewisse Aufbruchstimmung. Man will es einfach wieder gutmachen, was da vor ein paar Wochen passiert ist.“

In den beiden entscheidenden Relegationsspielen gegen den Außenseiter aus Franken gingen dem MSV die Körner aus. „Der Druck war für uns die gesamte Saison über riesig, weil wir ganz unten standen und uns herankämpfen mussten. Die Würzburger haben uns den Schneid abgekauft. Das durfte so nicht passieren.“

Im Urlaub benötigte der Offensivmann einige Zeit, um den Frust abzubauen. „Direkt abschalten, das geht bei mir nach so einem Erlebnis nicht. Das hat bestimmt eine Woche gedauert. Man geht im Kopf alles noch mal durch und macht sich viele Gedanken.“

Jetzt will Bröker mit den Zebras, die zum Großteil zusammengeblieben sind, den Hebel umlegen. Aus Abstiegsfrust soll neue Fußball-Lust entstehen, wobei die Annehmlichkeiten, die eine Teilnahme an der 2. Liga mit sich bringt, jetzt wegfallen. „Wir werden es an den Reisen zu den Auswärtsspielen merken. Es gibt keine Flüge mehr. Es gibt nur noch den Bus“, so Bröker. Ab Montag bekommt der ehemalige Junioren-Nationalspieler bereits einen Vorgeschmack auf Langstreckentouren: Dann startet der MSV-Tross ins zehntägige Trainingscamp nach St. Johann in Tirol, wo insgesamt drei Testspiele gegen den FC Valenciennes (6. Juli), Wacker Innsbruck (9. Juli) und Vysocina Jihlava (13. Juli) anstehen.

„Mehr als ein Jahr hat keiner Bock“
Thomas Bröker

„Wir haben in St. Johann richtig gute Bedingungen“, findet Bröker. Nach dem intensiven Camp am Fuße der Kitzbüheler Alpen geht es für die Meidericher bereits auf die Zielgerade. Am 29. Juli öffnet die 3. Liga ihre Pforten. Danach warten 38 knüppelharte Begegnungen. „Ich hoffe, dass wir daheim den Grundstein legen und die Fans mit guten Leistungen auf unsere Seite ziehen“, blickt Thomas Bröker voraus.

Was die Anhänger wollen, deckt sich mit den Ambitionen des Mittelfeldroutiniers: „Mehr als ein Jahr hat keiner Bock auf die 3. Liga.“

Allerdings weiß der 31-Jährige, „dass die Saison verdammt schwer wird.“ Bröker: „20 Teams, nur zwei davon schaffen direkt den Aufstieg. Das sagt schon alles. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Stuttgarter Kickers überraschend abgestiegen sind, darf man diese 3. Liga nicht unterschätzen.“

Autor: Thomas Tartemann

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