Der KFC Uerdingen verabschiedete am Sonntag im Rahmen des letzten Heimspiels seine Spieler sowie seinen scheidenden Trainer Jörn Großkopf.

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Tag des Abschieds - KFC-Sieg rückt in den Hintergrund

Florian Fischer
05. Juni 2016, 19:51 Uhr

Der KFC Uerdingen verabschiedete am Sonntag im Rahmen des letzten Heimspiels seine Spieler sowie seinen scheidenden Trainer Jörn Großkopf.

Der 5:0-Sieg in der Oberliga Niederrhein gegen den 1.FC Mönchengladbach rückte in den Hintergrund. Schon vor dem Anpfiff gab es großen Applaus der 1015 Zuschauer für den KFC Uerdingen. Trainer Jörn Großkopf sowie einige Spieler wurden vom Verein verabschiedet. Besonders groß war der Applaus beim scheidenden Kapitän Ioannis Alexiou. "Über das Spiel rede ich im Übrigen nicht mehr. Das war das letzte Spiel. Wir haben drei Mal hintereinander gewonnen. Und es war nochmal ein guter Abschluss für uns. Mit einem Personal, das auch schon auf den Felgen läuft", erklärte Großkopf, Trainer des KFC Uerdingen.

Auch sein Gegenüber Stephan Houben schenkte dem Spiel nicht mehr allzu viel Bedeutung bei: "Glückwunsch an den KFC Uerdingen zum klaren Sieg. Ich möchte allerdings nicht mehr groß auf das Spiel eingehen. Jeder im Stadion könnte ja sehen, was hier los war."

Der deutliche Sieg für die Krefelder war schon vor der Halbzeit klar. Durch Tore von Pascal Schmidt (20.), Patrick Ellguth (22.) sowie Torjäger Dany Rankl (36.) führte Uerdingen mit 3:0 zur Halbzeit. Nach der Pause machten Takehiro Kubo, der den Verein ebenfalls verlässt, und der kurz zuvor eingewechselte A-Jugendliche Petar Popovicden Deckel drauf.

Nach dem Spiel bedankte sich Großkopf beim Verein: "In erster Linie möchte ich mich bei meinem Co-Trainer Gerd Gotsche bedanken. Er war nicht nur mein Assistent, er hat auch jeden Tag eine Doppelbelastung auf sich genommen. Vier Mal die Woche hat er erst mir bei der ersten Mannschaft geholfen, danach noch die U19 trainiert. Vielen Dank dafür."

Seinem Nachfolger Andre Pawlak wünschte er alles gute: "Man kann dem KFC nur wünschen, dass der Verein Kontinuität reinkriegt. Dass sie hier auch nach zwei Niederlagen nicht in Panik verfallen. Ich wünsche ihm viel Glück, dass er hier etwas entwickeln kann. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut. Manchmal dauert es halt ein bis zwei Jahre, diese sollten alle dem KFC - ein geiler Verein im Übrigen - geben. Ich denke, dass ist eine ganz wichtige Geschichte."

Ein Lob für sein Team hatte auch noch Houben übrig: "Unter den gegeben Aspekten finde ich 33 Punkte sensationell. Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft. Die Jungs sind nach der Winterpause für ein Stück Torte mit Sahne vier bis fünf Mal zum Training gekommen. Wir haben bis zum vorletzten Spieltag alles gegeben um die Klasse zu halten. Und erst als es rechnerisch nicht mehr möglich war, haben sich die Jungs ihrem Schicksal ergeben. Was ich allerdings auch nachvollziehbar finde."

Einen Seitenhieb gegenüber seinem Verein konnte sich der Mönchengladbacher Übungsleiter aber auch nicht verkneifen. "Es gipfelt darin, dass mir schon etwas Flüssigkeit in die Augen schießt, wenn ich tolle Verabschiedungen wie vom KFC Uerdingen sehe. Und ich muss resümieren, dass bei uns weder ein Spieler noch ein scheidender Trainer vom Verein verabschiedet wurden", betont Houben.

Autor: Florian Fischer

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