Im Juni, mitten in seinen Ferien, wird er 31. Auf kaum einen anderen Spieler im Team des VfL Bochum passt das Wort „Routinier“ so gut wie auf ihn.

VfL

Hoogland will in der neuen Saison "ganz oben dabei sein"

Ralf Ritter
26. Mai 2016, 09:07 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Im Juni, mitten in seinen Ferien, wird er 31. Auf kaum einen anderen Spieler im Team des VfL Bochum passt das Wort „Routinier“ so gut wie auf ihn.

Tim Hoogland hat bei Schalke, Mainz, Stuttgart und im englischen Fulham seinen Mann gestanden, entsprechend entspannt sieht er der nahen Zukunft seines VfL entgegen. Neun Spieler stehen ja als Abgänge fest, darunter die Stammkräfte Onur Bulut, Janik Haberer, Marco Terrazzino. Mit dem Fürther Tom Weilandt ist nur ein Neuzugang fix.

[person_box=1738][/person_box]

„Es ist doch immer schwierig, den gesamten Stamm zu halten, das ist das normale Geschäft“, sagt Hoogland. „Wir haben eine junge Mannschaft, einige haben auf sich aufmerksam gemacht. Der Verein muss zudem auch sehen, dass Geld reinkommt, das ist alles völlig normal.“ Zudem sei er „zufrieden“ mit den vorzeitigen Vertragsverlängerungen von Schlüsselspielern wie Timo Perthel, Stefano Celozzi und seinem Partner im Mittelfeldzentrum, Anthony Losilla. Hoogland: „Ich habe volles Vertrauen in Vorstand Christian Hochstätter, dass er gute Spieler holt, die zu uns passen.“

Hoogland: "Haben hier etwas angestoßen"
Der gebürtige Marler selbst ist schlicht froh, beim VfL gelandet zu sein vor einem Jahr und damit im Revier, in seiner Heimat - um jetzt den Urlaub „in Ruhe genießen zu können, ohne wechseln zu müssen". Eine Vertragsverlängerung - gebunden ist er bis Sommer 2017 - ist zwar aktuell noch kein Gesprächsthema, das kann aber noch kommen. Es gibt momentan, so Hoogland sinngemäß, ja Wichtigeres zu erledigen für den Klub.

Damit das Ziel, sich zu verbessern in der kommenden Saison, realistisch bleibt. Hooglands Saisonbilanz jedenfalls fällt „zwiegespalten“ aus. Zum einen habe man das vor der Spielzeit gesteckte Ziel voll und ganz erfüllt - andererseits sei „mehr drin gewesen“ als Platz fünf mit am Ende doch deutlichem Rückstand auf die Aufstiegs- und Relegationsplätze.

Jetzt müsse man natürlich noch abwarten, wie der VfL, wie andere Teams aufgestellt sein werden, wenn im August die Saison wieder losgeht. Doch für den ungebrochen ehrgeizigen Mittelfeldspieler, der auch als Wortführer eine gewichtige Rolle spielt in Bochum, ist auch klar, „dass wir hier etwas angestoßen haben, das wir fortführen wollen“. Das Ziel sollte es sein, trotz hochkarätiger Gegner wie Hannover, Stuttgart, Nürnberg, „wieder ganz oben dabei zu sein“ - möglichst bis zum Schluss.

Nur ein VfL-Spiel verpasst
Er selbst zählt zweifellos zu den Gewinnern der Spielzeit, trotz mancher Tiefen nach etlichen Höhen wie zum Saisonstart, als er neben Haberer einer von nur zwei Neuen in der Startelf war und maßgeblich zum Startrekord von fünf Siegen beitrug. Hoogland, bei seinen bisherigen Klubs meist defensiver eingesetzt als jetzt beim VfL Bochum, verpasste nur ein Spiel wegen einer Gelb-Sperre, 30 der 33 Zweitliga- sowie alle vier Pokalpartien absolvierte er von Beginn an, erzielte vier Tore und bereitete sechs vor. Vor allem: Hoogland fehlte - anders als früher in seiner Karriere - nie verletzt.

Und wenn es zwischen Trainer Gertjan Verbeek und ihm, zwei Typen mit klarer Kante, mal „unterschiedliche Auffassungen“ (Hoogland) gab wie beim Heimspiel gegen Braunschweig, als der Coach ein Rückpass Hooglands auf die Palme brachte, dann „sprechen wir uns hinterher aus“, sagt der Führungsspieler. „Und gut ist!“

Autor: Ralf Ritter

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren