Borussia Dortmund startet seine finalen Verhandlungsrunden. Auch eine Götze-Rückkehr ist vorstellbar – noch aber gibt es Hindernisse.

Borussia Dortmund

Finale Verhandlungsrunden starten

Sebastian Weßling
01. April 2016, 11:08 Uhr
Foto: firo

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Borussia Dortmund startet seine finalen Verhandlungsrunden. Auch eine Götze-Rückkehr ist vorstellbar – noch aber gibt es Hindernisse.

Sportlich gibt es bei Borussia Dortmund allen Grund zum Optimismus. Mit einem Sieg gegen Werder Bremen könnte am Samstagabend Platz zwei in der Fußball-Bundesliga auch rechnerisch endgültig gesichert werden, in der Europa League und im DFB-Pokal hat man reelle Chancen auf den Titel. Und auch in der Personalplanung ist man guter Dinge.

Dabei laufen 2017 die Verträge von gleich vier Stammspielern aus: Marcel Schmelzer, Ilkay Gündogan, Henrikh Mkhitaryan und Kapitän Mats Hummels. Insbesondere die drei letztgenannten Spieler sind international heiß begehrt. Der BVB würde sie gern langfristig binden, um sie 2017 nicht ablösefrei ziehen lassen zu müssen.
Die Gespräche ziehen sich, doch in Dortmund wächst die Zuversicht, alle drei Topstars halten zu können – fast sicher ist man, dass zwei aus dem Trio bleiben.

Dabei vermeiden alle drei ein klares Bekenntnis zum BVB. Mats Hummels sagte jüngst im ZDF-Sportstudio: „Ich muss herausfinden, was ich machen möchte. Ich zögere die Entscheidung nicht künstlich hinaus, sondern denke viel darüber nach.“ Nach Informationen dieser Zeitung ist tatsächlich noch keine Entscheidung gefallen – es ist allerdings fast sicher, dass Hummels sich vor der Europameisterschaft erklärt.

Das Gehalt spielt eine untergeordnete Rolle, zumal der Kapitän auch in Dortmund künftig alles andere als schlecht verdienen würde. Ihn interessiert die sportliche Perspektive – deswegen schaut auch er mit Interesse darauf, wie Gündogan und Mkhitaryan entscheiden.
Das Umfeld des nach wie vor verletzten Gündogan lotet den Markt aus, sein Onkel wurde mit dem Sportdirektor von Manchester City fotografiert. Mkhitaryan wurde durch seinen Berater italienischen Medien zufolge bei Juventus angeboten. Beides aber ist branchenüblich und wurde beim BVB entsprechend gleichgültig aufgenommen.

Spekulationen über eine Rückkehr von Mario Götze reißen nicht ab. Einen offiziellen Kontakt gab es nach Informationen dieser Zeitung nicht, aber das muss nichts heißen. Auch Götzes Vertrag beim FC Bayern läuft noch ein Jahr. Wenn Bayern eine Ablöse erzielen will, dann in diesem Sommer. Dortmund kann sich an Toni Kroos orientieren. Real Madrid zahlte Bayern 25 Millionen Euro, als er 2014 ein Jahr früher ausstieg.

Bayern hofft auf andere Abnehmer

Einem Wechsel zu Dortmund müsste der FC Bayern zustimmen. Der kann das Geld nach kostspieligen Vertragsverlängerungen gebrauchen, würde aber ungern einen Konkurrenten stärken und hofft auf andere Abnehmer – etwa den FC Liverpool, der laut englischen Medien großes Interesse hat. Auch das wäre eine Art Rückkehr: Liverpools Trainer ist Götzes langjähriger Förderer Jürgen Klopp.

Autor: Sebastian Weßling

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