Fünf Siege in Folge spülten die Hammer Eisbären auf Platz zwei der Endrunde in der 1. Liga West.

Hammer Eisbären

Die überirdischen "Außerirdischen" kommen

21. Januar 2016, 10:07 Uhr
Foto: Ketzer

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Fünf Siege in Folge spülten die Hammer Eisbären auf Platz zwei der Endrunde in der 1. Liga West.

Am vergangenen Wochenende wurden in den beiden Spielen gegen die Dinslakener Kobras fünf Punkte eingefahren.

„Aktuell setzen wir genau das um, was wir wollen. Aber wir haben noch Potenzial. Bisher leisten wir uns noch einige Fehler im taktischen Verhalten, die in der Play-off-Runde wohl verstärkt bestraft würden“, lobt und kritisiert Trainer Daniel Galonska zugleich sein Team.
Dass die Siegesserie am Freitag (20 Uhr) reißt, ist aber durchaus im Bereich des Möglichen. Schließlich dominiert der Gegner, die Ratingen Ice Aliens, die Liga scheinbar nach Belieben. Rundenübergreifend hat der Klub vom Sandbach 24 von 25 Saisonspielen für sich entschieden, darunter auch alle Duelle mit den Eisbären. „Die haben einen großen Kader, sind gut und vor allem ausgeglichen besetzt. Jeder erledigt da seinen Job, es gibt keinen wirklichen Star-Spieler, alle arbeiten als Kollektiv“, versucht sich Galonska an einer Erklärung des Ratinger Erfolgsrezepts.

Wir zeigen attraktives Eishockey!
Daniel Galonska

Der Coach fügt aber auch selbstbewusst an: „Das ist bei uns so ähnlich der Fall. Wir sind nicht speziell auf einen Spieler oder eine Sturmreihe angewiesen. Treffen die erste und zweite Reihe mal nicht, haben wir auch eine dritte, die dann ein Spiel entscheiden kann.“

Aufstieg ist kein Thema

Darüber hinaus machen sich die Verantwortlichen am Maximilianpark natürlich auch schon Gedanken, wie es in der kommenden Saison weitergehen soll. Die Existenz des Klubs steht - im Gegensatz zum Vorjahr - nicht auf dem Spiel. Die unklare Ligenstruktur nach der Gründung des neuen Nordrhein-Westfälischen Eishockeyverbands in Kombination mit der Entmachtung des LEV NRW sorgt aber hinsichtlich der Spielzeit 2016/2017 für große Fragezeichen.
„Bleibt es bei dieser Oberliga, können wir da nicht mitspielen. Es ist ja schon ein Stück weit eine Profiliga. Man braucht dort viel mehr Geld, nicht nur 200 Euro pro Mann und hat eine größere Verantwortungspflicht gegenüber den Spielern. Zudem müssen viele Arbeiter die Freigabe bekommen, damit sie dann auch mal Freitagsabends nach Berlin fahren können“, erörtert Galonska. Um selbstbewusst nachzulegen: „Die meisten Klubs bei uns sind auch nicht so viel schlechter als die letzten sechs der Oberliga Nord. Wir zeigen hier attraktives Eishockey!“

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