Der akut abstiegsgefährdete Bezirksligist FC Sterkrade 72 stellt sich zur Winterpause neu auf.

FC Sterkrade 72

Neuer Trainer übernimmt zur Rückrunde

Hendrik Niebuhr
03. Dezember 2015, 12:34 Uhr
Foto: Ketzer

Foto: Ketzer

Der akut abstiegsgefährdete Bezirksligist FC Sterkrade 72 stellt sich zur Winterpause neu auf.

Ende September hatte Michel Hilgert als spielender Co-Trainer, der allerdings selbst noch an einem Kreuzbandriss laborierte, das Amt vom zurückgetretenen Jens Szopinski übernommen. Doch auch dem 32-Jährigen gelang die Wende nicht, sodass der Aufsteiger aus Oberhausen mit nur acht Punkten aus 15 Spielen in höchsten Abstiegsnöten steckt.

Nach der bitteren 3:4-Niederlage im Duell gegen den direkten Konkurrenten SV Krechting am vergangenen Sonntag, setzten sich Vereinsführung und Hilgert zusammen. "Wir kamen gemeinsam und auch auf Wunsch von Michel Hilgert zu dem Entschluss, dass in unserer jetzigen Situation eine erhebliche Strukturveränderung vorgenommen werden muss", erklärte Sterkrades Sportlicher Leiter Michael Finke, der fortfuhr: "Wir haben uns daher gemeinschaftlich dazu entschlossen, das Traineramt neu zu besetzen. Da kam für uns nur eine externe Lösung in Frage."

Schließlich entschieden sich die Sterkrader für Sebastian Stempel, den Finke als "absoluten Wunschtrainer" bezeichnete. Der 36-Jährige sammelte bereits Erfahrung in der Bezirksliga bei Dostlukspor Bottrop und war zuletzt für den Kreisligisten VfR Bottrop Ebel tätig. "Sein Vertrag läuft über die Saison hinaus ligenunabhängig", betont Finke, dass Stempel auch bei einem eventuellen Abstieg die Arbeit mit dem neuen Trainer fortgeführt werden soll.

Zwar wird Stempel bereits jetzt die Arbeit im Hintergrund aufnehmen, in den beiden ausstehenden Spielen vor Weihnachten beim VfB Bottrop und beim SC Bocholt werden jedoch noch Hilgert und sein Kollege Oliver Straub die Verantwortung tragen. "Unser gemeinschaftliches Ziel ist es, alles zu versuchen, um den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu erringen", hofft Finke, dass der Trainerwechsel einen neuen Schub gibt.

Um das zu erreichen soll die Mannschaft der Oberhausener im Winter möglichst auch verstärkt werden, um dem Team ein neues Gesicht und Auftreten zu verschaffen. Zudem dürfte der ein oder andere länger verletzte Akteur zurückkommen. "Unsere Verletztenliste ist utopisch hoch", weist Finke darauf hin, dass gegen Krechting Spieler aus der Kreisliga C aushelfen mussten.

Autor: Hendrik Niebuhr

Mehr zum Thema

Kommentieren