Ein 3:1 ist ein Ergebnis, das deutlich klingt – zumal dann, wenn der Ehrentreffer erst in der Nachspielzeit fällt.

BVB

Was Tuchel im Vergleich zum Hinspiel verbessern will

Sebastian Weßling
04. November 2015, 22:35 Uhr
Foto: firo

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Ein 3:1 ist ein Ergebnis, das deutlich klingt – zumal dann, wenn der Ehrentreffer erst in der Nachspielzeit fällt.

Und doch wissen sie bei Borussia Dortmund genau, dass ihr Auswärtsspiel in der Europa League beim FK Qäbälä lange nicht so klar war, wie es am Ende klang. Nach starker Anfangsphase ließ man den Gegner gleich zu drei hochkarätige Chancen kommen. „Eine war sehr gut herausgespielt, sehr schwer zu verteidigen“, erinnerst sich BVB-Trainer Thomas Tuchel. „Das haben wir ja auch erst durch Matthias Ginter auf der Torlinie geschafft. Die anderen Umschaltmöglichkeiten hätten wir schon im Offensivbereich ersticken können, das müssen wir auch morgen schaffen.“

Denn am Donnerstag (19 Uhr) steht das Rückspiel an gegen den Tabellenzweiten der ersten Liga Aserbaidschans – und noch einmal möchte man nicht hinten auf viel Glück und vorne auf die Geistesblitze Pierre-Emerick Aubameyangs vertrauen. Der erzielte im Hinspiel alle drei Treffer, den ersten mit einem wunderschönen Schlenzer von der Strafraumgrenze. „Wir waren die ersten, die dort ein Auswärtsspiel gewonnen haben, das war auch dort keine Selbstverständlichkeit“, nimmt Tuchel seine Mannschaft zwar in Schutz. Aber: „Wir gehen davon aus, dass wir es schaffen können, dominant zu sein und wir wollen dominant sein.“

Der BVB-Trainerstab erwartet Qäbälä in einer 4:4:2-Aufstellung mit offensiven Außenspielern. „Wir wollen diesen Mittelfeldspielern aber auf jeden Fall die Aufgabe geben, viel zu verteidigen, damit der Weg zu unserem Tor entsprechend weit wird“, kündigt Tuchel an. „Aber wir müssen wacher sein als in Qäbälä, wir müssen auch in der Offensivreighe bei Ballverlusten wach sein, gutes Gegenpressing haben, um Konter früh zu unterbinden.“

Auch auf die lautstarke und für den Gegner ungewohnte Kulisse – über 54.000 Karten sind bereits verkauft – will sich Tuchel nicht verlassen: „Das kann Qäbälä natürlich auch beflügeln, sich auf dieser Bühne zu präsentieren“, sagt er. „Wir gehen jetzt erst einmal davon aus, dass es sie anspornt, ihr Bestes zu geben und über sich hinauszuwachsen.“

Dass der BVB erneut die Favoritenrolle innehat, lässt sich aber nicht von der Hand weisen. Mit einem Sieg kämen die Dortmunder auf zehn Punkte in ihrer Gruppe C, es wäre fast schon gleichbedeutend mit dem Einzug in die nächste Runde. „Unser Ziel ist, das früh zu erreichen“ sagt Sven Bender, der wohl in die Startelf rücken dürfte. Das wäre natürlich auch für die kommenden Wochen ein Vorteil, wenn das klar wäre, weil die Belastung für uns sehr hoch bleibt.“

Autor: Sebastian Weßling

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