Zuletzt kamen große Diskussionen um den TuS Querenburg auf, der in der kommenden Spielzeit mit je einem Team in den A-Kreisliga-Staffeln 1 und 3 vertreten ist. Mit welchem Team in welcher Gruppe wird der Verein aus dem Bochumer Universitäts-Vorort in die Saison 07/08 gehen?

Bochum: TuS Querenburg geht mit zwei Teams in die A-Liga-Saison

Querenburger Duo hat keine Angst vor Konkurrenz

Felix Guth
24. Juli 2007, 14:48 Uhr

Zuletzt kamen große Diskussionen um den TuS Querenburg auf, der in der kommenden Spielzeit mit je einem Team in den A-Kreisliga-Staffeln 1 und 3 vertreten ist. Mit welchem Team in welcher Gruppe wird der Verein aus dem Bochumer Universitäts-Vorort in die Saison 07/08 gehen? "Kneift" die erste Mannschaft vor der großen Konkurrenz in der A3? "Nein, wir kneifen nicht", sagt Andreas Bergolte, Trainer der "Ersten" mit viel Überzeugung in der Stimme.

"Die andere Staffel ist genauso stark. Und wenn es dann nicht klappt, sind wir die Lachnummer." Somit läuft alles wie vorgesehen. Zu der Elf von Bergolte, mittlerweile ein Kreisliga-A-Dauergast, gesellt sich nun auch die "Reserve" um Trainer Burkhard Wieseotte. Die ungewöhnliche Konstellation von zwei Vertretungen in einer Spielklasse war durchaus nicht vorgesehen. Denn eigentlich hatte sich die erste Mannschaft schon in der Bezirksliga gesehen, nachdem sie fast drei Viertel der vergangenen Saison die Liga dominierte. Doch am Ende musste die Querenburger Concordia Wiemelhausen vorbeiziehen lassen. "Der Moment, in dem klar war, dass wir es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen können, war bitter", erinnert sich Andreas Bergolte.

Immerhin sorgte die Zweitvertretung für ein wenig Trost. "Uns hatte niemand auf der Rechnung", meint Burkhard Wieseotte. Und dies gereichte Querenburg II in der Kreisliga B3 zum Vorteil. "Wir haben uns den Aufstieg verdient erspielt und erkämpft", sagt der Trainer, dessen Truppe sich den Meistertitel mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 23 Jahren sicherte.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/003/077-3116_preview.jpeg Die Aufstiegstruppe des TuS Querenburg II[/imgbox]

Die Perspektiven, mit denen die beiden TuS-Teams in die Saison gehen, sind höchst unterschiedlich. Die erste Mannschaft verzichtete bis auf Hüsseyin Demirtas und Tiobias Grabowski aus der "Zweiten" auf Zugänge, musste aber außer Moritz Sendlak (Karriereende wegen Fußgelenks-Arthrose) auch keine Abgänge verkraften. "Die sechs Neuen aus dem Vorjahr sind jetzt integriert und deshalb noch stärker", sagt Andreas Bergolte. Dass mit Aufsteiger Inter Bochum ein Stadt-Rivale durch spektakuläre Neuverpflichtungen zum Titel-Kandidaten Nummer eins aufsteigt, kommt dem Coach gelegen. "Dann sind wir wenigstens mal nicht der Favorit."

Die Querenburger Reserve hat in der Staffel 1 hingegen allein den Klassenerhalt im Blick. "Ich bin da zuversichtlich", erklärt Trainer Wieseotte. Er sieht den Großteil seiner Elf "noch längst nicht am Ende der Entwicklung." Der Aufstiegskader wurde um vier A-Jugendspieler sowie Jan Hebbecker (GW Wuppertal) und Michael Isslein (SV Battenberg) ergänzt. Top-Torjäger Ramadan Kovaci (40 Tore) kommt dabei vorerst weiterhin in der zweiten Mannschaft zum Einsatz.

Ohnehin soll sich am Verhältnis der beiden Teams untereinander nichts ändern. "Die Konstellation passt und lässt sich nicht auseinander dividieren", sagt Burkhard Wieseotte, der mit Andreas Bergolte den Arbeitsplatz teilt. Der Reserve-Coach sieht seine Aufgabe weiterhin in der Ausbildung von Spielern für die "Erste". Gleichzeitig glaubt er aber: "Die Unterstützung wird da sein, wenn wir sie brauchen". Grundsätzlich sieht auch Bergolte kein Problem in den neuen Kräfteverhältnissen. "Aber wenn es bei uns dauerhaft Ausfälle geben sollte, wird das zu Lasten der Zweiten gehen."

Autor: Felix Guth

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