Der Mülheimer Amateurfußball blickt am Sonntagnachmittag zur Moritzstraße. Denn da steigt ab 15 Uhr das große Platzderby um den Aufstieg zwischen Croatia und dem 1. FC.

Mülheim

Zuschauerandrang beim Platzderby um den Aufstieg

30. Mai 2015, 11:51 Uhr
Foto: Patrick Friedland

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Der Mülheimer Amateurfußball blickt am Sonntagnachmittag zur Moritzstraße. Denn da steigt ab 15 Uhr das große Platzderby um den Aufstieg zwischen Croatia und dem 1. FC.

In der etwas besseren Ausgangsposition befinden sich zwei Spiele vor Schluss die "Schachbretter", die drei Punkte Vorsprung auf die Verfolger TuSpo Saarn, DFV 08 und eben den Styrumer Platz-Konkurrenten haben.

"Wir haben zur Vorbereitung auf dieses Spiel alles beim Alten belassen, das war die letzten Wochen ja auch überaus erfolgreich. Die Stimmung ist gut, mir fast schon zu gut", meint Croatia-Trainer Izzet Akdogan. Von der Stammformation fehlen wird lediglich Andrej Kegelj, der mit seiner Frau aktuell in den Flitterwochen ist, sonst sind alle Mann an Bord. Und die können sich auf großen Support einiger Landsmänner- und frauen freuen: "Es wird eine Art Hexenkessel. Die Kollegen aus Gelsenkirchen und Essen haben extra ihre Spiele vom regulären Sonntags 15 Uhr-Termin weg verlegt und kommen mit ihren Mannschaftsbussen, um uns zu unterstützen." Und eventuell schon zu feiern: Siegt Croatia und patzen zeitgleich die Kontrahenten aus Saarn und Duisburg, können gegen kurz vor 17 Uhr die Korken knallen. Schließlich wäre es der erste Bezirksliga-Aufstieg in der Historie des Klubs.

Erst einmal hat der frühere Zweitligist aber noch ein gewaltiges Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden. Beim 1. FC muss Trainer Wolfgang Heil zwei Stammkräfte ersetzen, ansonsten ist die Topbesetzung der "Löwen" bereit für das große Derby. Insbesondere auf Dogan Celik sollte die Croatia-Defensive achten, der Stürmer war in dieser Saison bereits 28 Mal erfolgreich. Bedenken wegen des Zuschaueraufkommens hat Klub-Geschäftsführer Detlef Weides nicht: "Wenn die so viele Leute mobilisieren, dann müssen wir damit leben. Ich glaube nicht, dass wir uns darüber allzu große Gedanken machen sollten, es ist schließlich auch immer noch unser Platz."

Einem spannenden und stimmungsgeladenen Derby - im Mülheimer Fußball in den letzten Jahren ohnehin eine Seltenheit - steht somit nichts mehr im Wege.

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