Der FC Valencia hat seine Talfahrt in der Primera Division gestoppt. Zwei Tage nach der Entlassung von Trainer Claudio Ranieri bezwang der Meister Betis Sevilla 2:1 und beendete eine Serie von sechs sieglosen Spielen.

FC Valencia stoppt Negativserie

us
28. Februar 2005, 11:27 Uhr

Der FC Valencia hat seine Talfahrt in der Primera Division gestoppt. Zwei Tage nach der Entlassung von Trainer Claudio Ranieri bezwang der Meister Betis Sevilla 2:1 und beendete eine Serie von sechs sieglosen Spielen.

Die Entlassung von Trainer Claudio Ranieri hat beim spanischen Meister FC Valencia zumindest kurzfristig positive Wirkung gezeigt. Zwei Tage nach der Demission des Coaches beendete der amtierende UEFA-Pokal-Sieger durch einen 2:1-Erfolg über Betis Sevilla seine Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg und kletterte in der Tabelle auf Rang vier. Den frühen 0:1-Rückstand durch Marcos Assuncao (13.) drehten Ruben Baraja (29.) und Mista (72.) am Sonntagabend im "Mestalla" zum Sieg.

"Königliche" rutschen gegen Deportivo aus

Einen Tag zuvor hatte sich Tabellenführer FC Barcelona beim bereits abgeschriebenen Tabellenletzten CD Numancia zu einem 1:1 gequält. Verfolger Real Madrid vermochte den Ausrutscher des Erzrivalen nicht zu nutzen, unterlag bei Deportivo La Coruna mit 0:2 und kann den Meistertitel bei acht Punkten Rückstand auf die Katalanen fast schon abschreiben.

In der Metropole Galiziens sorgte Schiedsrichter Jose Losantos Omar für eine Premiere, indem er die Partie für wenige Minuten unterbrach, nachdem eine Gruppe von Anhängern den brasilianischen Weltmeister Roberto Carlos mit rassistischen Sprechchören beleidigt hatte. Einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg feierte unterdessen Bernd Schuster als Trainer von Aufsteiger UD Levante. Beim Vorletzten RCD Mallorca gelang ein 2:1-Sieg, das Polster des Schuster-Klubs auf die Abstiegsplätze wuchs auf sechs Punkte an.

Marquez rettet "Barca"

Das Spiel des Tages bot jedoch Schlusslicht Numancia. Aus dessen Stadion Los Prajitos wurden vor Spielbeginn 80 LKW-Ladungen Schnee abtransportiert, bevor das Starensemble aus Barcelona auflaufen konnte. Überragender Akteur bei schwierigen Bedingungen war vor 8500 Fans Mittelfeldspieler Juanlu, der in der 44. Minute für die Numancia-Führung sorgte. Kurz nach dem Wechsel besorgte Rafael Marquez den schmeichelhaften Ausgleich.

Noch frustrierender verlief der Ausflug von Real an die Nordwestküste Spaniens. Im Estadio Riazor blieben die "Königlichen" im 13. Jahr in Folge ohne Sieg und lagen schon nach zehn Minuten nach Treffern von Albert Luque und Francisco Pavon 0:2 in Rückstand. Ohne die grippekranken Ronaldo und Raul stemmten sich die Madrilenen kaum gegen die Niederlage. Zudem musste Zinedine Zidane nach einer guten halben Stunde bereits verletzt den Platz verlassen.

Autor: us

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