Der FC Chelsea London hat den ersten Titel nach der Übernahme durch Roman Abramowitsch geholt. In Cardiff gewannen die

Erster Titel für Abramowitschs Chelsea

bb
27. Februar 2005, 19:48 Uhr

Der FC Chelsea London hat den ersten Titel nach der Übernahme durch Roman Abramowitsch geholt. In Cardiff gewannen die "Blues" durch ein 3:2 nach Verlängerung gegen den FC Liverpool den englischen Liga-Pokal.

Der Bann ist beim FC Chelsea endlich gebrochen: Das Millionen-Team hat in einem spannenden Finale gegen Rekordsieger FC Liverpool mit dem deutschen Nationalspieler Dietmar Hamann den englischen Liga-Pokal gewonnen und den Londonern nach der Übernahme durch den russischen Öl-Milliardär Roman Abramowitsch den ersten Titel beschert. Das Team des portugiesischen Trainers Jose Mourinho, der im vorigen Jahr noch den FC Porto zum Champions-League-Triumph geführt hatte, setzte sich im Millennium Stadium in Cardiff 3:2 (1:1, 0:1) nach Verlängerung durch und holte den ersten großen Titel seit dem Pokalsieg im Jahr 2000.

Für Chelsea soll der dritte Triumph im Liga-Pokal nach 1965 und 1998 aber nur der Anfang sein. Die "Blauen" wollen vor allem den ersten Meistertitel seit 50 Jahren nach London holen. In der Premier League hat Chelsea sechs Punkte Vorsprung vor Manchester United. In der Champions League müssen die Engländer im Achtelfinal-Rückspiel eine 1:2-Niederlage gegen den FC Barcelona wettmachen.

Drogba und Kezman sorgen für die Entscheidung

Liverpool, mit sieben Titeln Rekordsieger im Liga-Pokal, legte fünf Tage nach dem 3:1-Erfolg in der Champions League gegen Bayer Leverkusen los wie die Feuerwehr. Schon nach 43 Sekunden traf der Norweger John Arne Riise, der schon gegen Bayer zu den Torschützen gehört hatte, mit einem Volleyschuss zum 1:0. Danach durften die Liverpooler bis 11 Minuten vor dem Ende vom Titel träumen, bis ausgerechnet Kapitän Steven Gerrard ein Eigentor unterlief.

Chelsea-Coach Mourinho leistete sich nach dem Ausgleich eine abfällige Geste gegenüber den "Pool"-Fans, als er den Finger vor seine Lippen legte. Dafür wurde er vom Unparteiischen aus dem Innenraum verwiesen. In der Verlängerung war es dann Drogba, der Chelsea in der 107. Minute auf die Siegerstraße brachte. Am Dienstag bei der 1:2-Niederlage in der Königsklasse in Barcelona war der Franzose noch vom Platz geflogen. Mateja Kezman erzielte in der 112. Minute das 3:1, Liverpool gelang durch Antonio Nunez eine Minute später nur noch der Anschlusstreffer.

Autor: bb

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