In der vergangenen Saison war es für die A-Ligisten des Kreises Herne keine leichte Aufgabe dem Aufsteiger BV Herne-Süd Paroli zu bieten. Lange Zeit bemühte sich die Konkurrenz vergeblich, dem übermächtigen Konkurrenten ein Bein zu stellen. Dem Vize-Meister SV Fortuna 31 Herne war es vorbehalten, Herne-Süd mit einem Unentschieden in der Rückrunde die ersten Punkte abzunehmen.

Herne: Fortuna Herne greift in der neuen Saison wieder an

Adäquater Ersatz für Dafoune gefunden

Desirée Kraczyk
28. Juni 2007, 18:48 Uhr

In der vergangenen Saison war es für die A-Ligisten des Kreises Herne keine leichte Aufgabe dem Aufsteiger BV Herne-Süd Paroli zu bieten. Lange Zeit bemühte sich die Konkurrenz vergeblich, dem übermächtigen Konkurrenten ein Bein zu stellen. Dem Vize-Meister SV Fortuna 31 Herne war es vorbehalten, Herne-Süd mit einem Unentschieden in der Rückrunde die ersten Punkte abzunehmen.

Aber nicht nur in der abgelaufenen Spielzeit waren die beiden Vereine Rivalen, sondern auch auf dem Transfermarkt. Beim Tauziehen um den Stürmer Mohammed Dafoune hatten die Verantwortlichen von Süd aber schließlich ebenso die Nase vorn. Der Top-Scorer erteilte der Fortuna nach einer Zusage Ende April in diesem Monat wieder eine Absage.

„Wir haben alle Forderung Dafounes zu seinen Gunsten erfüllt. Die Gründe für die Absage sind bei Herne-Süd zu suchen. Vielleicht gab es noch mal ein besseres finanzielles Angebot. Menschlich finde ich es natürlich nicht nett. Wenn erstmal eine Zusage gegeben wurde, dann sollte sie auch eingehalten werden“, betont Fortuna-Coach Christian Braukmann.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/478-2511_preview.jpeg Christian Braukmann.[/imgbox]

Die Enttäuschung über diesen fehlgeschlagenen Transfer hält sich nichtsdestotrotz in Grenzen, denn mittlerweile hat Braukmann einen würdigen Ersatz für Dafoune gefunden. Andreas Mohrbach wird in der kommenden Saison mit Sascha Hoffmann den Kader des Kreisligisten komplettieren. „Andreas hat schon in der Landesliga gespielt und stets seine 20 bis 25 Tore geschossen. Mit seinen 33 Jahren ist er außerdem ein Leithammel und soll in der jungen Mannschaft Verantwortung übernehmen“, erzählt der 38-jährige Übungsleiter.

Mit dem Aufstieg von BV Herne-Süd geht auch der Verein verloren, der die Liga nach Belieben dominiert hat. Die anderen Klubs können (endlich) ihre Chancen ergreifen. Die Verantwortlichen von Fortuna Herne setzen aber kein Nacheifern des Rivalen an erster Stelle der Prioritätenliste: „Wir haben nach meinem Dienstantritt 2006 einen Drei-Jahres-Plan erstellt. Im Vordergrund steht die Förderung der A- und B-Jugendlichen. Die Spieler sollen nach und nach in den Senioren-Bereich integriert werden.“ Für die Verwirklichung des Ziels übernimmt der bisherige Co-Trainer Reiner Poel die Leitung der A-Jugend. Durch diese Maßnahme soll eine einheitliche Ausbildung durchgesetzt werden.

Auf die abgelaufene Saison sieht Spieler-Trainer Braukmann überaus positiv zurück: „Mit der Dominanz von Herne-Süd habe ich aufgrund der Kaderzusammenstellung gerechnet. Wir wollten einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, auf keinen Fall wieder in den Abstiegskampf geraten. Anfangs fehlte noch die Disziplin, aber ab dem 6./7. Spieltag haben sich die Jungs gefunden.“

Neben den zwei Neuzugängen, Morbach und Hoffmann, werden noch drei Jungend-Spieler aufrücken. Bis auf Mucahit Köse, der Spielertrainer der zweiten Mannschaft wird, konnte der Kader zusammengehalten werden.

In der ersten Runde des Kreispokals trifft Fortuna Herne auf den B-Ligisten VfR Rauxel. Braukmann ärgert sich über den ungünstigen Termin: „Trainingsbeginn ist erst Anfang Juli, von daher weiß man noch nicht, wo die Spieler stehen. Wir wollen eine Runde weiterkommen, aber wichtiger ist für mich natürlich die Meisterschaft.“

Autor: Desirée Kraczyk

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