Bayern München hat seine beispiellose Shopping-Tour mit der Verpflichtung von Miroslav Klose spektakulär abgeschlossen. Drei Tage vor dem ersten Training an der Säbener Straße einigte sich der Rekordmeister mit seinem Bundesliga-Rivalen Werder Bremen nach wochenlangem Poker auf einen sofortigen und damit vorzeitigen Wechsel des WM-Torschützenkönigs von der Weser an die Isar. Angeblich kassieren die Hanseaten eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro, die sich bei entsprechenden Erfolgen der Münchner auf bis zu 15 Millionen Euro erhöhen könnte. Ursprünglich hatte der neue Arbeitgeber des 29-Jährigen lediglich zehn Millionen Euro in den seit Monaten formschwachen Stürmer investieren wollen.

Klose-Wechsel zu den Bayern perfekt - Rekordmeister investiert 69 Millionen

`Faire Lösung für beide Seiten´

twe1
26. Juni 2007, 14:57 Uhr

Bayern München hat seine beispiellose Shopping-Tour mit der Verpflichtung von Miroslav Klose spektakulär abgeschlossen. Drei Tage vor dem ersten Training an der Säbener Straße einigte sich der Rekordmeister mit seinem Bundesliga-Rivalen Werder Bremen nach wochenlangem Poker auf einen sofortigen und damit vorzeitigen Wechsel des WM-Torschützenkönigs von der Weser an die Isar. Angeblich kassieren die Hanseaten eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro, die sich bei entsprechenden Erfolgen der Münchner auf bis zu 15 Millionen Euro erhöhen könnte. Ursprünglich hatte der neue Arbeitgeber des 29-Jährigen lediglich zehn Millionen Euro in den seit Monaten formschwachen Stürmer investieren wollen.

`Es handelt sich dabei für beide Seiten um eine faire Lösung´, kommentierte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den Deal. Klose wird am Donnerstag in die bayerische Landeshauptstadt kommen, die sportärztliche Untersuchung absolvieren und einen Vier-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2011 unterschreiben. Damit ist das ohnehin exorbitant teure bajuwarische Starensemble durch einen weiteren Hochkaräter noch einmal aufgewertet worden. Nach dem enttäuschenden vierten Platz in der abgelaufenen Bundesliga-Saison war der FC Bayern auf dem Transfermarkt in für deutsche Verhältnisse bislang unerreichte Dimensionen vorgestoßen.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/165-1182_preview.jpeg Miroslav Klose (Foto: firo). [/imgbox]
So wird sich Klose im Kampf um einen Stammplatz im Angriff gegen Italiens Weltmeister Luca Toni und Jan Schlaudraff, beides ebenso Neuzugänge, durchsetzen müssen, auch sein Nationalmannschafts-Kollege Lukas Podolski gehört weiter zum Bayern-Kader. Beschlossene Sache ist durch die Verpflichtung Kloses allerdings der Abschied von Roy Makaay, der bei mehreren Vereinen in Spanien und auch seiner niederländischen Heimat gehandelt wird. Elf Millionen Euro mussten die Bayern für Toni bezahlen, mehr als das Doppelte (25 Millionen Euro) sogar für Frankreichs Mittelfeldstar Franck Ribery.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/174-176_preview.jpeg Roy Makaay (Foto: firo). [/imgbox]
Alles andere als billig waren auch die beiden Mittelfeldspieler Marcell Jansen (bislang Borussia Mönchengladbach), der zehn Millionen Euro kostete, kaum billiger der Argentinier Jose Ernesto Sosa (zehn Millionen Euro). Insgesamt hat man beim FC Bayern schätzungsweise 69 Millionen Euro investiert. Ganz anders die Situation bei den Hanseaten, die aber in der Offensive wohl noch etwas unternehmen werden. Einen Automatismus allerdings dementierte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs ausdrücklich: `Wir beobachten den Markt, sind aber nicht unter Druck, etwas realisieren zu müssen.´ Bereits im Mai wurde die Kaufoption für den seit einem Jahr auf Leihbasis in Bremen spielenden Portugiesen Hugo Almeida für drei Millionen Euro gezogen.

Möglicherweise werden die Norddeutschen nun ihre Bemühungen um den Brasilianer Carlos Alberto, an dem aber auch der Hamburger SV interessiert ist, intensivieren. Zuletzt hieß es von dessen Klub Fluminense jedoch, man werde auf der Erfüllung des bis zum Jahresende laufenden Kontraktes in Rio de Janeiro bestehen. Werder-Trainer Thomas Schaaf begrüßte die Einigung zwischen Bremen und München. `Es ist schade, dass unser gemeinsamer Weg zu Ende ist. Aber nun machen wir den richtigen Schritt, um unserem Team einen unbelasteten Start in die neue Saison zu ermöglichen´, sagte der Coach.

Schaaf hat das erste Training für den Montag kommender Woche angesetzt. Klose stand drei Jahre lang bei den Hanseaten unter Vertrag und schoss in 89 Bundesligaspielen 53 Tore, hinzu kamen fünf Treffer in 21 Champions-League-Partien. Allerdings blieb der Gewinn des Ligapokals 2006 der einzige Bremer Titel, an dem der frühere Lauterer beteiligt war.

Autor: twe1

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