Thomas Schlieter kam mit großen Hoffnungen und Plänen im letzten Winter nach Oberhausen. Mit den Kleeblättern sollte endlich der Sprung in die dritte Klasse gelingen. Und obwohl das klappte, kann der Verteidiger noch nicht zufrieden sein. Zu verhagelt ist die persönliche Bilanz, denn der Abwehrrecke konnte bisher noch zu keiner Zeit seine kompletten Fähigkeiten zeigen.

RWO: Thomas Schlieter ordnet alles dem Sport unter

Angriff nach Seuchenhalbjahr

cb
26. Juni 2007, 08:55 Uhr

Thomas Schlieter kam mit großen Hoffnungen und Plänen im letzten Winter nach Oberhausen. Mit den Kleeblättern sollte endlich der Sprung in die dritte Klasse gelingen. Und obwohl das klappte, kann der Verteidiger noch nicht zufrieden sein. Zu verhagelt ist die persönliche Bilanz, denn der Abwehrrecke konnte bisher noch zu keiner Zeit seine kompletten Fähigkeiten zeigen.

"Ich kam schon erkältet aus dem Trainingslager in der Türkei", erinnert sich Schlieter an den Beginn des Seuchenhalbjahres, "dann habe ich allergisch auf die Antibiotika reagiert, es folgte ein Virus, der mich fast fünf Wochen flach legte. Ich hake das halbe Jahr ab, so etwas habe ich noch nie erlebt. Vorher habe ich zwei Jahre in Velbert ohne Probleme durchgespielt." Zwischendurch nahm man sogar ausgeweitete Untersuchungen vor, um schwerwiegendere Ursachen für die Schlappheit auszuschließen. Zumindest das Spielzeit-Ende konnte dann noch unter der Kategorie gelungen abgeheftet werden.

"Ich war im letzten Match dabei, konnte mit den Jungs feiern." Die Fortsetzung gab es auch für Schlieter auf Mallorca, dort gleich in doppelter Mission, mit Markus Kaya wurde ein Zimmer belegt, es folgte die Pendelei von Cala Ratjada. "Wir tingelten zwischen den Oberhausenern und den Velbertern hin und her. Bei dieser Fahrt hat alles gepasst."

Und das soll auch für die Regionalliga-Geschichte von Schlieter gelten, der nach dem Mallorca-Tripp eine Woche pausierte, dann mit der Vorbereitung auf die Vorbereitung begann. "Jetzt bin ich wieder guter Dinge und heiß auf die neue Saison. Vielleicht wird es ein Vorteil für uns, dass wir nicht immer das Spiel machen müssen, jetzt können wir auch mal abwarten und den Gegner kommen lassen." Daher wird mehr Arbeit auf die Defensiv-Abteilung zukommen, auf den Teil der Elf, der nicht verstärkt wurde. "Wir haben schon viele gute Leute", legt sich der Kopfballspezialist fest, "fast alle kann man einem Niveau zuordnen, vielleicht haben wir deshalb auch hier keine Transfers getätigt. Mal schauen, wer jetzt den besten Eindruck hinterlässt. Klar ist nur, ich gebe Gas, ich will am ersten Spieltag in der Startformation stehen."

Was auch für Benjamin Reichert, Timo Uster, Daniel Embers, Monir Ibrahim und Dimitrios Pappas gilt, daher ist klar: Härtefälle werden da sein. Schlieter: "Wenn es so ist, müssen sich die, die es betrifft, auch damit abfinden." Bis zum 28. Juli gilt es nun, auf sich aufmerksam zu machen, Schlieter zählt wohl schon die Tage: "Die Pause war kurz, aber ich freue mich trotzdem schon auf Ende Juli. Fünf Wochen harte Arbeit bis zum ersten Anpfiff." Um bestens präpariert zu sein, hat der 26-Jährige zunächst alles dem Sport untergeordnet, den Job als Industriekaufmann legte Schlieter zu den Akten: "Ich habe zum 30. Juni gekündigt. Mit dem Fußball ist das in der Regionalliga nicht zu vereinbaren. Ich habe lange auf die Chance hingearbeitet, jetzt will ich mich ganz auf RWO konzentrieren. Man muss im Leben auch mal ein Risiko eingehen."

Zumal ein völlig neues Kapitel aufgeschlagen wird, bisher tummelte sich der ehemalige Osterfelder maximal in der Oberliga, genau wie einige der Kollegen. Daher tut sich Schlieter auch schwer mit einer Prognose für die dritte Klasse: "Was soll ich sagen, einige kennen die Liga, ich bin einfach sehr gespannt, welche Granaten mir über den Weg laufen. Ich würde mich über einen Knaller gleich zum Auftakt freuen, genau wie über das neue Umfeld, denn es macht sicher richtig Spaß vor größeren Kulissen aufzulaufen."

Autor: cb

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