Die Iserlohn Roosters müssen sich nach einem neuen Trainer umschauen. Die Führung des DEL-Clubs vermeldete am Dienstag, dass der bis Sommer 2009 laufende Vertrag auf Bitte von Geoff Ward aufgelöst worden sei. Wenig später wurde Ward in Springfield als neuer Coach der Falcons präsentiert, nachdem sein Name offenbar schon Mitte April dort kursierte. Springfield spielt in der AHL und ist das Farm-Team der Edmonton Oilers. Ward besaß beim IEC zwar nur eine Ausstiegsklausel für einen Wechsel in die NHL, aber letztendlich gab man den 44-Jährigen frei, offenbar ist Edmonton eine Option.

ISERLOHN ROOSTERS: Verhandlungen mit Brigley

Trainer Ward steigt aus

Michael Topp
18. Mai 2007, 19:42 Uhr

Die Iserlohn Roosters müssen sich nach einem neuen Trainer umschauen. Die Führung des DEL-Clubs vermeldete am Dienstag, dass der bis Sommer 2009 laufende Vertrag auf Bitte von Geoff Ward aufgelöst worden sei. Wenig später wurde Ward in Springfield als neuer Coach der Falcons präsentiert, nachdem sein Name offenbar schon Mitte April dort kursierte. Springfield spielt in der AHL und ist das Farm-Team der Edmonton Oilers. Ward besaß beim IEC zwar nur eine Ausstiegsklausel für einen Wechsel in die NHL, aber letztendlich gab man den 44-Jährigen frei, offenbar ist Edmonton eine Option.

Manager Karsten Mende: „Das ist eine Chance, für die Geoff hart gearbeitet hat.“ Mende betonte weiter, stellvertretend für den bereits in Nordamerika weilenden Trainer: „Geoff und seine Familie haben sich sehr, sehr wohl gefühlt.“ Gleichzeitig wirkte er aufkeimenden Spekulationen entgegen: „Geoff hat mit großer Leidenschaft sehr gerne hier gearbeitet.“ Und wie überraschend nun der Schritt kam, verdeutlicht eine andere Aussage: „Die Familie ist erst vor drei Wochen von Hennen nach Kalthof umgezogen.“

Die Roosters-Führung müht sich, den Wechsel als „normalen Vorgang“ einzustufen und das Positive daran zu sehen. „Es zeigt, dass wir hervorragende Arbeit leisten und das auch außerhalb von Europa erkannt wird. Das ist doch eine Visitenkarte für uns“, meint Roosters-Boss Wolfgang Brück und Karsten Mende ergänzt: „Ich habe lieber einen Trainer, der aufgrund seiner Leistungen nach Nordamerika geht, als einen, den ich schon im Januar dahin schicken muss.“ Bei der Lösung der Nachfolgerfrage wollen die Roosters nicht in Hektik verfallen. „Wir sind gelassen und entspannt. Anfang Mai ist die Sache
noch einfach. Es gibt kein Zeitfenster, es kann schnell gehen oder noch Monate dauern“, sagt Brück. Erste Gespräche haben schon stattgefunden. Auf Spekulationen wollen sich die Roosters nicht einlassen.

Keine Thema ist aus finanziellen Aspekten ein Mann wie Don
Jackson (DEG). Und Teal Fowler ist ebenfalls kein Kandidat. „Ich habe noch ein Jahr Vertrag. Danach muss man sehen“, erklärte Fowler auf Anfrage. Eine Beförderung der Co-Trainer Uli Liebsch oder Bernd Haake kommt für die Roosters-Führung nicht in Betracht. Selbstverständlich kreisen nun auch wieder die Namen der üblichen Verdächtigen: Mike Schmidt, Gunnar Leidborg, Lubomir Pokovic, Jim Boni und, und, und. Diesen Kreislauf, der besonders in der Fußball-Bundesliga Einzug gehalten, bewertet Brück als „Armutszeugnis“. Es könne daher durchaus sein, dass wieder ein in Deutschland unbekannter Coach komme. „Die Spieler haben mit einem Trainerwechsel kein Problem“, ist Mende sicher, dass Wards Abgang keine Spuren hinterlässt.

Beim spielenden Personal stehen die Waldstädter kurz vor der Verpflichtung eines weiteren Neuzugangs. Dem Vernehmen nach soll Stürmer Travis Brigley von den Augsburger Panthern an den Seilersee wechseln. Unterdessen hat ein weiteres Talent die Roosters verlassen: Torhüter Sebastian May, zuletzt in der Jugend, bei den Junioren und auch in der 1b-Mannschaft aktiv, spielt künftig für den Nachwuchs der Düsseldorfer EG.

Autor: Michael Topp

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