Spiel verloren, abgestiegen, Trainer zurückgetreten - so lautet die bitterere die Bilanz des Spieltages aus der Sicht des TSV Safakspor. Auch ein Sieg hätte den Oberhausener Kickern jedoch nicht mehr geholfen, da Mitabstiegskonkurrent TB Oberhausen zeitgleich überraschend gegen Spitzenreiter Heimaterde Mülheim erfolgreich war und damit so oder so uneinholbar gewesen wäre. Nach dem Abpfiff gab ein sichtlich geknickter Yalcin Avci seinen Rücktritt bekannt.[i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 8 Niederrhein: Safakspor Oberhausen - Spvgg. Sterkrade-Nord 1:2 (1:0)

Spiel verloren, abgestiegen, Trainer zurückgetreten

Heiko Gaeb
13. Mai 2007, 18:35 Uhr

Spiel verloren, abgestiegen, Trainer zurückgetreten - so lautet die bitterere die Bilanz des Spieltages aus der Sicht des TSV Safakspor. Auch ein Sieg hätte den Oberhausener Kickern jedoch nicht mehr geholfen, da Mitabstiegskonkurrent TB Oberhausen zeitgleich überraschend gegen Spitzenreiter Heimaterde Mülheim erfolgreich war und damit so oder so uneinholbar gewesen wäre. Nach dem Abpfiff gab ein sichtlich geknickter Yalcin Avci seinen Rücktritt bekannt.[i]Ein Ortstermin[/i]

Dabei hatte die Partie für Safakspor so gut begonnen. In der 22. Minute gingen die Hausherren durch Abdullah Durak in Führung, der einen schnell herausgespielten Konter erfolgreich abschließen konnte und Gäste-Torwart Tim Gerigk keine Chance ließ, als er die Kugel aus nächster Distanz einnetzte. Die einzige Torgelegenheit hatten bis zu diesem Zeitpunkt die Gäste zu verzeichnen, doch Daniel Taberné köpfte einen Flankenball knapp neben das Gehäuse von Serdar Gökcan.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/971-1996_preview.jpeg Bot eine solide Leistung: Sterkrade-Nord Spieler Timo Pach[/imgbox]

Der Torerfolg beflügelte Safakspor. Zwei Minuten später startete der Torschütze einen sehenswerten Sololauf, wurde aber kurz vor dem Strafraum gestoppt. In dieser Phase des Spiels war Safakspor das überlegene Team in einer bis dato mittelmäßigen Bezirksliga-Begegnung. Die Gäste beschränkten sich auf das kontern, konnten aber keine gefährlichen Akzente setzen. Kurz vor der Pause wäre dies Abwehrspieler Kevin Fiedler beinahe geglückt als er einen schönen Pass in den Lauf im Strafraum knapp über das Tor schlenzte.

Nach der Pause spielten die Gäste wie ausgewechselt auf und kamen durch Oliver Straub (46.) und Daniel Winden (48.) fast zum Ausgleich - doch es mangelte noch an Zielgenauigkeit. So schoss Winden den Ball aus exzellenter Schussposition aus zehn Metern Entfernung in Rücklage weit über das Tor von Gökcan. Auch Mirzet Muflizovic hätte in der 57. Minute beinahe den zu diesem Zeitpunkt hoch verdienten verdienten Ausgleich für die Gäste erzielt. Doch sein Schuss aus 16 Metern Entfernung ging knapp daneben.

Elf Minuten später hatten die Sterkrade-Akteure dann aber allen Grund zum Jubeln als der eingewechselte Stürmer Winden einen Eckball einköpfen konnte nachdem der Safakspor-Schlussmann die Flanke unterlaufen hatte. Da sich Orhan Candan, der eine Behinderung des Torhüters gesehen haben wollte, dazu genötigt sah, dies lautstark bei Schiedsrichter Jens Laux zu bemängeln, schickte ihn dieser mit Gelb-Rot vorzeitig duschen.

Diese Schwächung brachte die Wende. Die Gastgeber, die ohnehin sichtlich an Kraft nach der laufintensiven ersten Hälfte einbüßten, konnten den Platzverweis nicht kompensieren. Die Zweikämpfe wurden intensiver geführt, doch offensiv konnte Safakspor keine Gefahr erzeugen. Lediglich durch Standardsituationen kam man dem Gehäuse von Gerigk nahe, doch wie im gesamten Spielverlauf fand sich für die häufig hoch hereingespielten Bälle kein Abnehmer.

Sieben Minuten vor dem Abpfiff drehten die Nordler dann die Begegnung endgültig, nachdem David van Bruck einen von Taberné mustergültig herausgespielten Konter erfolgreich abschließen konnte und Gökcan im Tor keine Chance ließ. Fortan
spielten nur noch die Gäste, die durch Winden (86.), Muflizovic (89.) und Meng Kit (90.) fast noch zu einem höheren Auswärtserfolg gekommen wären.

Nach dem Spiel zeigte sich Avci sehr enttäuscht: "Die erste Hälfte war in Ordnung. Da hat der Einsatz gestimmt. In der zweiten Halbzeit fehlte es dann einigen Spielern an Ehrgeiz. Nach dem Ausgleich und dem daraus resultierenden Platzverweis haben wir uns selbst geschwächt und die Weichen auf die Niederlage gestellt."

Preußner freute sich über die drei Zähler: "Wir haben insgesamt verdient gewonnen. Wir hatten einfach die bessere Kondition. Unser Gegner konnte das Tempo aus der ersten Hälfte nicht halten. Das war klar."

Weitere Stimmen zum Spiel

Timo Pach (Spieler Spvgg. Sterkrade-Nord): "Die Leistung in der ersten Hälfte war ok. Im zweiten Durchgang waren wir dann auch energischer vor dem Tor."

Tim Gerigk (Torwart Spvgg. Sterkrade-Nord): "Ich hatte heute nicht viel zu tun. ich habe zwei bälle auf das Tor gekriegt, einer ging leider rein. Da konnte ich aber nichts dran machen, so dass ich mit meiner Leistung zufrieden bin. Der sieg geht jedenfalls für uns in Ordnung. Nach dem Platzverweis haben nur noch wir gespielt."

Amir Nagafi (Kapitän Safakspor): "Die Mannschaftsleistung war zu schwach. Einigen Spielern mangelt es sichtlich an Ehrgeiz und Motivation, sonst hätten wir heute nicht so verloren. Das enttäuscht mich schon sehr."

Yalcin Avci (zurückgetretener Trainer Safakspor): "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. ich war über zehn Jahre im Verein tätig und es war eine schöne Zeit. Jetzt ist aber die Zeit für einen kompletten Neuaufbau gekommen und das soll dann besser auch ein neuer Trainer richten. Es hat in dieser Saison einfach nicht gereicht. Ich hoffe, dass sich der Verein von dem ein oder anderen unmotivierten Akteur trennt. um eine erfolgreiche Saison in der Kreisliga A zu absolvieren. Ich möchte mich noch einmal bei allen Verantwortlichen von TuSpo Saarn entschuldigen. Der Vorfall am letzten Spieltag hat mich sehr schockiert und war auch ein gewichtiger Grund für meine jetzige Entscheidung."

Autor: Heiko Gaeb

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