Am Montag wurde das Spiel beim Beeckerwerther Vorbereitungsturnier zwischen dem SV Laar und Meiderich 06/95 abgebrochen und für die Meidericher gewertet.

Laar 21: Spielabbruch

"... dann gibt es Mord und Totschlag"

06. August 2013, 15:35 Uhr

Am Montag wurde das Spiel beim Beeckerwerther Vorbereitungsturnier zwischen dem SV Laar und Meiderich 06/95 abgebrochen und für die Meidericher gewertet.

Anschließend wurde berichtet, dass Ausraster von Seiten der Laarer Spieler dazu geführt hätten. Diese hätten sich drei Rote Karten eingefangen und für einen Spieler der 06er hätte ein Krankenwagen bestellt werden müssen.

Dieser Darstellung einer Prügeltruppe widerspricht Fridtjof Heyse, 2. Vorsitzender des SV Laar: "Was da in die Welt gesetzt wurde, stimmt so einfach nicht. Für uns gab es nur zwei Rote Karten, beide wegen unsportlichen Äußerungen. Der dritte Platzverweis war für einen Spieler von Meiderich 06, der sein Mundwerk ebenfalls nicht im Griff hatte. Außerdem haben wir das Spiel beendet, weil unser Spieler nach einem Foul einen Krankenwagen brauchte – und dafür gab es nicht einmal eine Karte."

Spielabbruch in beiderseitigem Einvernehmen

Die Spieler seien dann vom Platz gegangen und hätten die Teilnahme am Turnier beendet, weil die halbe Mannschaft der Laarer im Urlaub weile. "Wir hatten noch gerade so genügend Spieler zusammen und dann fiel noch einer aus," begründet der Vorsitzende die Entscheidung. Es sei "eine Frechheit, dass uns immer solche Sachen angehängt werden", wettert Heyse. "Wir haben hier schon etliche Leute rausgeworfen und versuchen wirklich alles. Aber offenbar will uns jemand den Erfolg nicht gönnen und füttert künstlich unseren schlechten Ruf."

Dirk Schlossmacher, Meiderichs Co-Trainer, bestätigt die Darstellung Heyses: "Da ist alles mit rechten Dingen zugegangen. Und der Krankenwagen kam für uns definitiv nicht - ob Laar einen gebraucht hat, weiß ich nicht." Außerdem sei der Spielabbruch in beiderseitigem Einverständnis geschehen. "Wir standen vor Ausführung eines Elfmeters. Und wenn wir den verwandelt hätten, wäre die Situation eskaliert. Dann hätte es, übertrieben gesagt, Mord und Totschlag gegeben. Weil Laar die Punkte dann gar nicht haben wollte, gingen sie eben an uns."

Autor:

Kommentieren