Das für den kommenden Dienstag geplante Testspiel des WSV-Förderteams gegen Arminia Bielefeld ist abgesagt worden. „Nach dem Trainerwechsel gehen die Planungen des neuen Coaches für die kommende Woche in eine andere Richtung

Ballgeflüster der Partie Düsseldorf - Wuppertal

"Wuppertal war uns kämpferisch einfach überlegen"

18. März 2007, 15:42 Uhr

Das für den kommenden Dienstag geplante Testspiel des WSV-Förderteams gegen Arminia Bielefeld ist abgesagt worden. „Nach dem Trainerwechsel gehen die Planungen des neuen Coaches für die kommende Woche in eine andere Richtung", erklärte Wuppertals Manager Thomas Richter. Daher treten die Bergischen nun um 19 Uhr bei Hamborn 07 an.

WSV-Abwehrchef Michael Stuckmann stellte zufrieden fest: "Diesmal haben alle Teams für uns gespielt. Mit den letzten beiden Partien haben wir richtig Boden gut gemacht, sind jetzt wieder ganz weit oben mit dabei."

Die Fortuna musste hingegen einen Dämpfer hinnehmen. Jörg Albertz bilanzierte: "Wuppertal war uns kämpferisch einfach überlegen. Das muss man ganz klar zugeben." Sein Unverständnis: "Nach dem Ausgleichstreffer hätten wir eigentlich mit mehr Selbstvertrauen an die Sache rangehen müssen."

Wuppertals Mittelfeld-Motor Manuel Bölstler betonte angesichts des Sprungs auf Tabellenplatz vier: "Wir haben keinen Druck, werden jetzt genauso weitermachen wie zuletzt. Die nächsten drei Spiele gegen Erfurt, Dresden und Magdeburg haben es zwar in sich, aber wir sind jetzt am Drücker."

Düsseldorfs Vorbereiter zum zwischenzeitlichen 1:1, Ahmed Cebe, haderte: "Uns hat gestern auch das Glück im Spiel nach vorne gefehlt. Nach dem Ausgleich hatten wir eine richtig gute Phase." Deshalb konnte er das Verhalten seiner Truppe vor dem erneuten Rückstand nicht nachvollziehen: "Wir haben nicht vernünftig umgeschaltet."

Cebe fügte hinzu: "Es ist bei uns keine Kopfsache. Wir haben genug Erfahrung in der Mannschaft. Daran liegt es nicht."

Wuppertals André Wiwerink musste in Düsseldorf zum letzten Mal seine Rotsperre absitzen. Der Einspruch der Bergischen gegen die Zwei-Spiele-Sperre wurde zuvor vom DFB abgewiesen.

F95-Mittelfeld-Akteur Markus Anfang, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, stellte klar: "Wir dürfen jetzt nicht alles negativ reden, auch wenn wir mal wieder verloren haben. Wichtig ist es, jetzt den Kopf nicht in den Sand zu stecken."

WSV-Coach Uwe Fuchs, der für die Fortuna sowohl schon die Stiefel schnürte als auch an der Linie stand, wünschte seinem Ex-Club für den Rest der Spielzeit viel Erfolg: "Ich habe nach wie vor eine gute Beziehung zur Stadt und zum Verein. Alles Gute der Fortuna."

Ab dem morgigen Montag haben alle Dauerkarten-Inhaber die Möglichkeit, Tickets für das ARAG-Pokalhalbfinale zwischen dem WSV und dem VfB Homberg (Mittwoch, 4. April, 19.30 Uhr, Stadion am Zoo) zu erwerben. Der freie Kartenverkauf beginnt dann am Montag, den 26. März.

Mike Rietpietsch betonte nach seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: "Es ist immer schön, dort aufzulaufen. Auch wenn ich nur ein Jahr bei der Fortuna war, ein bisschen hängt das Herz immer noch an Düsseldorf."

Schrecksekunde! Fortunas Oliver Barth musste Mitte der ersten Halbzeit ein paar Minuten lang am Spielfeldrand behandelt werden. "Ich habe Schmerzen im großen Zeh, muss in den kommenden Tagen erst einmal zum Arzt gehen", erklärte Barth, der allerdings trotzdem die gesamte Spieldauer lang durchhielt.

WSV-Angreifer Tobias Damm hätte beinahe selbst das 2:1 für die Bergischen erzielen können, musste aber notgedrungen Gaetano Manno den Vortritt lassen. "Ein Düsseldorfer hat mich gefoult, daher kam ich nicht mehr an den Ball. Der Schiedsrichter sagte später, wenn das Tor nicht gefallen wäre, hätte es Elfmeter gegeben."

WSV-Kapitän Mike Rietpietsch verließ das Spielfeld im Trikot von Markus Anfang. "Der Trainer meines Sohnes Jean-Luca ist Düsseldorf-Fan, hat mich um das Shirt gebeten. Da ich Markus noch gut aus Duisburg kenne, war das kein Problem", klärte "Riete" auf. Und fügte grinsend an: "Hoffentlich lässt der Coach meinen Jungen nach dem Match überhaupt noch spielen."

Düsseldorfs Henri Heeren schüttelte nach der Niederlage den Kopf: "Wir sind den Gegnern meistens nur hinterhergelaufen. Insgesamt haben wir uns selber geschlagen." Über die Entstehung des 1:2 ärgerte sich der Niederländer am meisten: "Wir haben den Eckball und Wuppertal macht das Tor, unfassbar."

Dennoch ballte der Linksverteidiger die Faust: "Es ist doch noch nichts passiert. Wir dürfen jetzt kein Drama daraus machen. Am nächsten Wochenende geht es weiter, dann sind wieder drei Punkte zu vergeben." Sein energischer Nachsatz: "Die müssen wir uns aber auch holen."

"Der 1:1-Ausgleich war richtig bitter. Danach hatte Fortuna fünf richtig starke Minuten. Zum Glück haben wir die schadlos überstanden", befand WSV-Kämpferherz Markus Ortlieb.

Wesentlich zufriedener nahm er die gestiegene Zuschauer-Akzeptanz zur Kenntnis, insgesamt reisten etwa 3.000 Wuppertaler in die Nachbarstadt: "Die Fans haben uns gut unterstützt. Ich hoffe, das tun sie auch, wenn es mal nicht so läuft."

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Schulprojekt bietet der WSV in den Osterferien die WSV4KIDS-Fußballschule an. Alle interessierten Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren haben an folgenden Terminen die Chance, an der Fußballschule teilzunehmen:
Montag, 2. April, bis Donnerstag, 5. April, täglich von 10 bis 16 Uhr, Dienstag, 10. April, bis Freitag, 13. April, täglich von 10 bis 16 Uhr (am Freitag nur bis 15 Uhr). Anmeldungen werden auf der WSV-Geschäftsstelle und in der Jugendarena (Nevigeser Straße 176) bei Rolf Duhr entgegengenommen. Kostenpunkt: 96 Euro inklusive täglichem Mittagessen, Getränke, ein T-Shirt sowie einige Überraschungen. Die Anmeldung ist bis Mittwoch, den 28. März, möglich.

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