BOR. DORTMUND II: Theo Schneiders Warnung

"Mal eben so, das geht nicht"

04. März 2007, 12:06 Uhr

Nachlegen heißt auch das Zauberwort für die Reserve von Borussia Dortmund. Das 2:0 über Kiel lässt neue Hoffnung sprießen, aber nach wie vor steht das schwarz-gelbe Team auf einem Regionalliga-Abstiegsplatz. Theo Schneider, Borussen-Coach: "Heute wartet in Mönchengladbach ein ganz unangenehmes Spiel auf uns. Wer da nur auf die Tabelle, aber nicht auf die letzten Ergebnisse der Gladbacher schaut und meint, das geht Mal eben so, der liegt komplett falsch."

Schneider überzeugte sich beim 3:0 der BMG-Truppe am Wuppertaler Zoo von den Qualitäten der Niederrheiner: "Der Erfolg ging absolut in Ordnung. Im Tor stand Christofer Heimeroth aus dem Profi-Kader. Da die Lizenz-Mannschaft schon Samstag in Wolfsburg spielte, ist wieder mit Verstärkungen von oben zu rechnen. Bei uns läuft es genau umgekehrt", zieht Schneider den Vergleich.

Die BVB-Stars treffen heute auf Energie Cottbus, haben nicht alle Mann zur Verfügung und müssen deswegen auf Alternativen aus dem Regionalliga-Kader zurückgreifen. Der Borussia-Reserve-Trainer jammert aber keineswegs, sondern vertraut den Jungs, die zuletzt Holstein Kiel durcheinanderwirbelten.

"Wir haben in der Besetzung gespielt, die sich auch während unseres Trainingslagers einspielen konnte. Gerade bei Denis Omerbegovic, der ja im Winter neu aus Ahlen zu uns kam, und bei Sturm-Partner Sahr Senesie konnte man erkennen, dass die Laufwege schon ganz gut geklappt haben", freut sich der ehemalige Nürnberger.

Neben Omerbegovic, der nicht nur Offensiv-Akzente setzt, sondern auch eine erhebliche Arbeit in der Rückwärts-Bewegung leistet, konnte auch David Solga Ausrufezeichen setzen. Schneider: "Solle hat eine richtig gute Vorbereitung abgeliefert, tritt ganz stark auf. Ich habe ihm gesagt, dass es nicht nur darauf ankommt, in einem Test aufzutrumpfen, sondern diese Leistung auch in der Meisterschaft zu bringen. David wehrt sich, ist präsent, lässt sich nicht mehr so leicht vom Ball trennen und treibt die Jungs an. Genau so einen Mann benötigen wir im Mittelfeld."

Auf der Überhol-Spur befindet sich auch der technisch versierte Jasin Öztekin. "Er hat sich nach Start-Schwierigkeiten auf der linken Seite angepasst, ebenfalls ein gutes Trainingslager absolviert. Jasin bringt Impulse nach vorne, im Abschluss ist er teilweise noch etwas überhastet, aber so, wie Jasin das 2:0 gegen Kiel vorbereitet hat, kann er uns noch viel helfen", hat der Coach eine weitere Talent-Trumpfkarte im Ärmel. Die Ausgangslage für die kommenden Partien ist klar – Schneider: "Für Schönspielerei gibt es nichts. Wichtig ist, dass wir den Aufwand, den wir im jeden Spiel betreiben, auch in Punkte umsetzen. Wir müssen immer versuchen, den Dreier zu holen – ganz gleich, gegen wen es geht."

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