Der frühere Nationalspieler Steffen Freund ist nach Spanien zurückgekehrt, um in der

Freund zur Zeugenaussage nach Spanien

ck
11. März 2004, 21:01 Uhr

Der frühere Nationalspieler Steffen Freund ist nach Spanien zurückgekehrt, um in der "Sex-Affäre" seiner drei Teamkollegen vom Premier-League-Klub Leicester City vor Gericht auszusagen. Freund selbst ist nicht angeklagt.

Am Donnerstag ist der ehemalige deutsche Nationalspieler Steffen Freund aus Leicester ins südspanische Cartagena geflogen, um dort als Zeuge im Verfahren gegen drei seiner Teamkollegen des Premier-League-Klubs Leicester City wegen angeblicher sexueller Übergriffe auszusagen. "Steffen Freund ist wie vom Richter gewünscht zurückgekehrt, um einige Fragen zu klären. Er ist nun auf dem Heimweg nach England und konzentriert sich auf das Spiel am Samstag in Birmingham", betonte Vereinschef Tim Davies: "Er sollte lediglich seine Zeugenaussage bestätigen. Steffen ist nicht angeklagt."

Frank Sinclair, Keith Gillespie und Paul Dickov sitzen noch in Spanien in Untersuchungshaft. Am Donnerstag vergangener Woche hatten drei afrikanische Frauen bei der Polizei Anzeige erstattet, weil mehrere Profis des Tabellenvorletzten während ihres Trainingslagers im südspanischen La Manga in das Hotelzimmer der Frauen eingedrungen sein sollen, um sich dort an ihnen zu vergehen.

Zwölf Jahre Freiheitsstrafe drohen

Insgesamt waren neun Spieler in Gewahrsam genommen worden. Freund durfte mit zwei anderen Spielern bereits nach einer ersten Anhörung das Polizeirevier wieder verlassen. Drei andere City-Profis wurden später auf freien Fuß gesetzt, einer davon gegen Zahlung einer Kaution von 20.000 Euro. Sie sind aber weiterhin tatverdächtig.

Die drei Frauen gaben gegenüber der Polizei an, die Spieler am Flughafen von Alicante auf Fotos wiedererkannt zu haben. Als Beweismittel hinterließen sie zudem ein ärztliches Attest. Bei einer Verurteilung würde den Profis nach spanischem Recht Freiheitsstrafen von bis zu zwölf Jahren drohen.

Autor: ck

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