Ein Wechselbad der Gefühle mussten die Wülfrather in ihrem ersten Verbandsliga-Jahr durchleben. In der Hinrunde schnupperte das Team von Coach Marc Schweiger an den oberen Plätzen, in der Rückserie stand nur noch der Existenzkampf auf dem Plan.

WÜLFRATH: "Boss" Massenberg spricht Klartext

17. Juni 2005, 10:24 Uhr

Ein Wechselbad der Gefühle mussten die Wülfrather in ihrem ersten Verbandsliga-Jahr durchleben. In der Hinrunde schnupperte das Team von Coach Marc Schweiger an den oberen Plätzen, in der Rückserie stand nur noch der Existenzkampf auf dem Plan.

Ein Wechselbad der Gefühle mussten die Wülfrather in ihrem ersten Verbandsliga-Jahr durchleben. In der Hinrunde schnupperte das Team von Coach Marc Schweiger an den oberen Plätzen, in der Rückserie stand nur noch der Existenzkampf auf dem Plan. Im RS-Gespräch erklärt Michael Massenberg welche Fehler gemacht wurden, womit der erste Vorsitzende des 1. FC einverstanden war und welche neue Zielsetzung der "Boss" heraus gibt.

Herr Massenberg, warum hat Ihre Mannschaft in der abgelaufenen Spielzeit zwei verschiedene Gesichter gezeigt?

Natürlich muss man sagen, dass die Verbandsklasse wesentlich stärker als die Landesliga ist. Es ist hier verdammt wichtig, einen ausgeglichenen Kader zu haben. Das hat sich bei uns durch die vielen Verletzten in der Rückrunde gezeigt. Zwar haben wir unser Ziel, den Klassenerhalt, erreicht, aber die Restserie war für alle Beteiligten eine Enttäuschung.

Wie erklären Sie sich den Leistungsabfall?
Die Mannschaft hat sich in Selbstzufriedenheit bewegt. Man hat nach der erfolgreichen Hinrunde teilweise schon von der Oberliga geträumt. Das darf man sich aber nicht erlauben. Ist man dann einmal in einen Negativ-Strudel geraten, ist es schwer, da wieder raus zu kommen.

Werden Sie personelle Veränderungen vornehmen?
Wir haben den Kader in der Breite noch ausgeglichener gestaltet. Auch der 17. und 18. Mann bringt das Potenzial mit, sich bei uns zu etablieren. Aber wir haben keine Aushängeschilder im Team, leben weiterhin vom Zusammenhalt
.
Sind die Planungen damit abgeschlossen?
Wir suchen noch einen Stürmer, dann sind wir fertig.

Wie lauten Ihre Vorgaben für die anstehende Spielzeit?
Das zweite Jahr wird wesentlich schwerer. Wir müssen unbedingt gut aus den Startlöchern kommen, um uns ein Polster zu schaffen. Wenn wir uns im oberen Bereich festsetzen, wäre ich zufrieden.

Ist die Meisterschaft das Ziel?

Wenn der Aufstieg kommt, würde ich nicht nein sagen. Aber wir müssen auch realistisch bleiben. Andere Vereine sind stärker. Wir wollen die Großen ärgern, den Rest warten wir ab.

Im Verein stehen einige Veränderungen an. Haben Sie überhaupt Zeit, in diesem Jahr Urlaub zu machen?

Ich wäre am Mittwoch für 14 Tage auf Mallorca gewesen, aber die Insel ist überbucht. Jetzt fliege ich mit meiner Frau Renate eventuell in die Türkei oder aufs spanische Festland.

Der Erbacher Berg ist Geschichte, die Spielstätte wird ab dem 2. August Rheinkalk-Stadion heißen. Wie wichtig ist Ihnen die Umtaufung?

Im Zuge des Spiels gegen den MSV Duisburg wird die Namensänderung offiziell vollzogen. Da Rheinkalk unser Hauptsponsor ist, unsere Anlage auf deren Grundstück steht, ist die Identifikation mit dem Unternehmen da und ich freue mich über diesen Schritt. tr

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