Steven Engler geht es wieder besser. Zweieinhalb Mal hatte er sich von draußen mit ansehen müssen, wie seine Bueraner Teamkollegen ohne ihn regelrecht auseinander genommen wurden.

SSV BUER - Es geht auch ohne Abwehr-Chef Steven Engler

hb
10. November 2006, 09:04 Uhr

Steven Engler geht es wieder besser. Zweieinhalb Mal hatte er sich von draußen mit ansehen müssen, wie seine Bueraner Teamkollegen ohne ihn regelrecht auseinander genommen wurden.

Steven Engler geht es wieder besser. Zweieinhalb Mal hatte er sich von draußen mit ansehen müssen, wie seine Bueraner Teamkollegen ohne ihn regelrecht auseinander genommen wurden. Am Sonntag wurde der Trend gestoppt, die SSV gewann auch ohne ihren Abwehrchef gegen Wattenscheid II.

Allerdings präsentierten sich die Gelsenkirchener auch beim 4:2 gegen den Revier-Nachbarn hinten nicht sattelfest. Ohne Engler, der beim 2:3 in Rüdinghausen die Rote Karte kassierte, fingen sich die "Rothosen" satte 13 Gegentore, wenn man die beiden Treffer beim Aufsteiger, als der Bruder von Kapitän Tim bereits das Feld verlassen musste, dazu rechnet. "Wir haben in der Deckung eigentlich genügend Leute, die meinen Ausfall kompensieren könnten. Tim hat das zum Beispiel gegen Siegen gemacht, aber dann fehlt er natürlich vorne", weiß Engler selbst, dass Trainer Holger Siska improvisieren muss, bis der Kopf der Mannschaft nach der letztmaligen Zwangspause am kommenden Sonntag in Hordel wieder zur Verfügung steht.

Neuzugang Sven Esper füllt nach der Rückkehr von seinem Bundeswehr-Einsatz in Bosnien seit 14 Tagen die Rolle in der zentralen Defensive aus - und traf gegen 09 auf beiden Seiten. Obwohl sich der Ex-Bismarcker mittlerweile in der Truppe gut eingelebt hat, ist Siska froh, wenn Engler ins Team zurückkehrt. "Er ist jetzt im dritten Seniorenjahr und hat eine sehr gute Entwicklung hinter sich", lobt der Coach den Musterschüler, den er schon in den Junioren gerne betreute. "Steven kann ein Spiel gut lesen, antizipieren und ist sehr zweikampfstark."

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Um seine Stärken als Dirigent richtig ausspielen zu können, musste Engler erst umlernen. "In der Jugend habe ich immer offensives Mittelfeld gespielt. In der Abwehr muss ich meinen Vorwärtsdrang zügeln, denn ich habe immer die Neigung, mehr nach vorne machen zu wollen", weiß der 21-Jährige aber auch, woran er noch arbeiten muss. "Mir fällt das super schwer, von draußen zusehen zu müssen. Ich bin nicht gerade der Geduldigste. Mein Bruder Tim ist eher der ruhigere Typ, deshalb ist er auch Kapitän", gibt Engler zu. "Auf dem Platz gebe ich immer alles und kann auch richtig ungemütlich werden, wenn das meine Mitspieler nicht tun. Aber eine Rote Karte habe ich vorher noch nicht bekommen, höchstens mal Gelb-Rot."

In den vergangenen Tagen hatte der im dritten Semester an der Ruhr-Uni Bochum eingeschrieben Student nicht nur mehr Zeit für sein Studium der Geografie, sondern auch für zwei weitere Leidenschaften. Denn Engler möchte beruflich später in der Klimaforschung oder Entwicklungs-Geografie tätig werden, in der Zwischenzeit aber auch seine sportlichen Qualitäten verbessern und an jüngere Kicker weitergeben. "Ich trainiere momentan die C1. das macht mir sehr viel Spaß, als nächstes möchte ich die B-Lizenz erwerben", hat der vielbeschäftigte junge Mann konkrete Pläne für die Zukunft. Die zweite Leidenschaft, Freundin Julia, komme da momentan etwas zu kurz.

Autor: hb

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