Langenbochum hat sich bei der Hertener Hallen-Stadtmeisterschaft mit dem dritten Platz verabschiedet. Die Leistungen auf dem Parkett waren nicht berauschend und sorgten für eine Kritik-Flut. Im Fokus stand Coach Holger Flossbach, der aus privaten Gründen nicht dabei war und sich durch seinen

SG HERTEN: Mengel gibt Flossbach Rückendeckung

tr
03. Januar 2006, 11:01 Uhr

Langenbochum hat sich bei der Hertener Hallen-Stadtmeisterschaft mit dem dritten Platz verabschiedet. Die Leistungen auf dem Parkett waren nicht berauschend und sorgten für eine Kritik-Flut. Im Fokus stand Coach Holger Flossbach, der aus privaten Gründen nicht dabei war und sich durch seinen "Co" Robert Cornelius vertreten ließ.

Langenbochum hat sich bei der Hertener Hallen-Stadtmeisterschaft mit dem dritten Platz verabschiedet. Die Leistungen auf dem Parkett waren nicht berauschend und sorgten für eine Kritik-Flut. Im Fokus stand Coach Holger Flossbach, der aus privaten Gründen nicht dabei war und sich durch seinen "Co" Robert Cornelius vertreten ließ. "Flossbach raus"-Rufe und massive Angriffe aus dem nahen Club-Umfeld waren die Folge, denn die Bronze-Medaille war den "Zündlern" zu wenig.
Flossbach zu den Anfeindungen: "Ich habe Robert dort hin geschickt, weil ich in Holland war. Meine Frau Bärbel ist eine halbe Niederländerin, also war es klar, dass wir über die Feiertage zur Familie fahren. Zudem habe ich den Vorstand schon im Vorfeld darüber informiert." Eine Bestätigung folgte sofort. Hertens Geschäftsführer Michael Mengel berichtet: "Stimmt, Holger hat es uns gesagt, sich ordnungsgemäß abgemeldet. Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Geschichte so aufgeblasen wird. Es war sicherlich keine Sternstunde des Hallenfußballs, aber es ist kein Grund für eine Entlassung." Mengel weiter: "Auch wenn Holger ein bisschen Geld für seinen Job bekommt, ist er kein Leibeigener des Vereins. Als Angestellter hat er sogar an einem gesetzlichen Feiertag frei." Flossbach ergänzt gelassen: "Die Leute können erzählen was sie wollen. Wir haben unsere derzeit stärkste Mannschaft dort hingeschickt. Dass wir uns nicht ganz so gut verkauft haben, kann passieren. Ich erwarte jedoch keine Repressalien wie sie einige Personen gerne sehen würden."
Die Ruhe selbst ist auch Mengel, der Flossbach eine klare Rückendeckung erteilt. "Holger steht nicht zur Disposition. Unser Vorsitzender Günter Keiner ist noch bei seinem Sohn in Österreich im Urlaub. Entscheidungen werden bei uns nicht im Beirat oder von selbsternannten Mächtigen gefällt, sondern von den Entscheidungs-Trägern. Ich finde es daher unterste Schublade, dass einige, die sich selbst zu Betroffenen erklärt haben, mit Dreck geworfen haben."
Damit bleibt fest zu halten, dass die erneuten Schüsse gegen den Coach nichts bringen werden. Die SG hat für ihre finanziellen Verhältnisse eine hervorragende Hinserie abgeliefert, was auch Mengel noch einmal heraus streicht: "Ich bin Sport-Funktionär, weiß, dass solche Veranstaltungen wie der Budenzauber für den Ausrichter wichtig sind. Aber sportlich haben solche Events keinen Stellenwert. Nur weil die Zuschauer am zweiten Weihnachtstag belustigt werden müssen, hat die Meisterschaft für uns keinen geringeren Stellenwert."

Autor: tr

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren