LÜNER SV: Ärger um Thomas und Krause

hb
13. Januar 2005, 14:27 Uhr

Eigentlich sollte beim Lüner SV der Ball noch ruhen, Trainer Oswald Semlits bittet seine Mannschaft erst am Samstag, 22. Januar, zum Training. Doch wie so oft bei den Rot-Weißen kracht es hinter den Kulissen.

Eigentlich sollte beim Lüner SV der Ball noch ruhen, Trainer Oswald Semlits bittet seine Mannschaft erst am Samstag, 22. Januar, zum Training. Doch wie so oft bei den Rot-Weißen kracht es hinter den Kulissen.

Zielscheibe der Kritik ist der Sportliche Leiter Helmut Krause, zugleich Trainer der A-Jugend. Der ehemalige Lüner Oberliga-Kicker wird in einem Leserbrief (siehe Rand!) unter anderem von seinen Vorgängern „Eppi“ Kaczor und Ralf Müller angegriffen. Zankapfel ist der Umgang mit Torwart Patrick Thomas, den Krause laut eigener Aussage „aus disziplinarischen Gründen vom Trainings- und Spielbetrieb suspendierte. Das hätte ich schon viel früher tun sollen, das war ein Fehler von mir. Auch sein Vater hat Theater gemacht“.

Junger Keeper, Vater, Ärger? Das Thema hatten wir doch schon einmal! Im April 2004 ging es um Nachwuchs-Schnapper Dominique Nowak, der nach offizieller Mitteilung des Vereins seine Zusage für einen Zweijahres-Vertrag beim LSV gegeben haben sollte. Aufgrund dieser Nachricht rief ein aufgeregter Vater Ralf Nowak bei uns in der Redaktion an und beschwerte sich über die Falschmeldung, die seinem Sprössling die Verhandlungen mit neuen Clubs schwer gemacht haben sollten. Nowak junior steht inzwischen beim Landesligisten SVA Bockum-Hövel im Kasten.

Im Gegensatz zum vorigen Winter, als der Verein in der Oberliga Panikkäufe im Dutzend erledigte, sind die Lüner personell kaum aktiv. Lediglich der Zugang von Karsten Sichler gilt als sicher. Der 19-jährige Stürmer wird von LR Ahlens Amateuren zum LSV wechseln. „Wir waren schon im Vorfeld der Saison an ihm dran. Da hatte er uns noch abgesagt, weil er sich in der Oberliga-Mannschaft von Ahlen durchsetzen wollte. Das hat er nicht geschafft. Wir sind aber sehr froh, wenn wir ihn bekommen“, freut sich Krause auf den „schnellen Angreifer mit Torjäger-Qualitäten“.

Leserbrief
Zu unserem Bedauern mussten wir feststellen, dass sich die A-Junioren des LSV nach der Übernahme von Herrn Helmut Krause sportlich verschlechtert haben. Nach dem Aufstieg 2004 in die Landesliga stand die Mannschaft in der neuen Saison nach elf Spieltagen mit 28 Punkten und 55:11 Toren da, war Herbstmeister, Feld-Stadtmeister und Kreispokal-Sieger. Das Potenzial zum Aufstieg in die Westfalenliga war vorhanden.
Jetzt, ein halbes Jahr später, belegen die A-Junioren den sechsten Tabellenplatz mit 31:41 Toren. Obwohl von der Aufstiegs-Mannschaft noch acht Spieler übrig geblieben sind, hat man wohl von Seiten des Vereins versäumt, die richtigen Ergänzungsspieler zu holen.
Des Weiteren bleibt festzustellen, dass Herr Krause, jetzt auch noch verbal auf einen Spieler los geht, der ehrgeizig ist und den Willen hat, etwas zu erreichen. Herr Krause stellt diesen Spieler in der Presse als Einzelkämpfer dar, tituliert ihn als Mannschafts-Schädling und trifft noch die Aussage, dass die Mannschaft nicht Landesliga tauglich ist – anstatt junge Spieler auszubilden und zu fördern.
Insbesondere im Fall des erwähnten Torwarts, Patrick Thomas, wusste der Verein bereits zum Saisonstart 2004/05, dass dieser den Verein verlassen würde, sollte der Leistungsstand der abgelaufenen Saison nicht gehalten werden können. Kaum gab er seine Wechsel absichten bekannt, behauptete Herr Krause, er habe den Spieler aus disziplinarischen Gründen suspendiert.
Wer Menschen in solcher Art und Weise diskreditiert und versucht, sie damit in ein schlechtes Licht zu rücken, um ihnen so die Zukunft zu verbauen, ist in der Jugendarbeit fehl am Platz.
Edmund Kaczor, Ralf Müller, Michael Thomas, F.J. Zablocki

Autor: hb

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