Kisten schleppen! Damit verbrachten SSVg-Neuzugang Tibor Heber und seine Freudin Sina, mit der er eineinhalb Jahre zusammen ist, in den letzten Tagen ihre Zeit.

SSVG VELBERT: Deutscher Vize-Meister "packt aus" für Neuanfang in Velbert

og
29. Januar 2007, 09:33 Uhr

Kisten schleppen! Damit verbrachten SSVg-Neuzugang Tibor Heber und seine Freudin Sina, mit der er eineinhalb Jahre zusammen ist, in den letzten Tagen ihre Zeit.

Kisten schleppen! Damit verbrachten SSVg-Neuzugang Tibor Heber und seine Freudin Sina, mit der er eineinhalb Jahre zusammen ist, in den letzten Tagen ihre Zeit, die neue Bude in Leichlingen wurde eingerichtet. "Dazu gehört auch eine Küche", atmet der 20-Jährige zwischen der Bastelei an Herd und Kühlschrank tief durch. Seit dem 1. Januar schnürt der Mittelfeldspieler die Schuhe für die SSVg, unterschrieb einen Vertrag bis 2008.

Geholt wurde Heber vom Regionalligisten Kickers Emden. "Dort klappte es letztendlich nicht wie gewünscht, es fing in der Vorbereitung im Sommer gut an, hinterher sah das nicht mehr befriedigend aus." Übersetzt: Nicht genügend Einsatzzeit, so dass der Ex-Leverkusener die Koffer einpackte - und jetzt wieder aus.

"Ich hoffe", grübelt Heber vor sich hin, "dass es in Velbert anders läuft." Der 1,71 Meter-Mann (68 Kg) startete gut, absolvierte überzeugende Einheiten und Testauftritte, bewies Torgefahr. 23 Regionalliga-Matches für Leverkusen unds Emden stehen in der Vita, mit seinem Ex-Club VfB Stuttgart holte Heber in der B-Jugend sogar den deutschen Vizetitel. "Das war stark", erinnert sich der Akteur, "nur Hertha BSC war damals stärker." Im Schwabenland besuchte Heber ein "fulltime" Sportinternat, zurück in Leverkusen eine Teil-Einrichtung. Eine Etappe hieß auch 1.FC Köln - in der Domstadt wuchs er auf -, wo er in der D-Jugend mit einem gewissen Lukas Podolski zusammen agierte. "Mensch, der Lukas, damals war allerdings noch nicht abzusehen, wer wohin seinen Weg machen wird", schmunzelt Heber. Der Stürmer in die Nationalmannschaft, zur WM und zum FC Bayern, Heber aktuell zum Nordrhein-Oberligisten Velbert.

Eine Klasse, die nicht der Endpunkt sein soll, weder für den Kicker, noch für den Club. "Erst einmal wollen wir jetzt zusammen eine erfolgreiche Rückrunde absolvieren", kündigt der gebürtige Bielefelder an, "ich hoffe doch stark, dass wir die Meisterschaft noch einmal spannend machen." Und vor allen Dingen das ARAG-Pokal-Halbfinale gegen Landesligist Radevormwald erfolgreich absolvieren. Heber: "Dann schauen wir einmal, was so möglich ist." RW Oberhausen soll gejagt werden.

Parallel plant Heber auch den beruflichen Einstieg. "Ich strebe eine kaufmännische Ausbildung an, erst einmal will ich etwas in der Tasche haben, dann kann man immer noch überlegen, was man macht." Ein Sportstudium stand einmal auf der Agenda, aufgeschoben muss nicht heißen, aufgehoben. Heber: "Jetzt fange ich erst einmal neu an." Und dazu gehört: Kisten schleppen.og

Autor: og

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