Vorbereitungs-Startschuss! Der ertönt am Dienstag, 9. Januar, für die SSVg Velbert, Coach Uli Mielke trommelt das Team zusammen.

SSVG VELBERT: Die angebotene Funktionärslaufbahn ist "nicht mein Ding"

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08. Januar 2007, 13:35 Uhr

Vorbereitungs-Startschuss! Der ertönt am Dienstag, 9. Januar, für die SSVg Velbert, Coach Uli Mielke trommelt das Team zusammen.

Vorbereitungs-Startschuss! Der ertönt am Dienstag, 9. Januar, für die SSVg Velbert, Coach Uli Mielke trommelt das Team zusammen. "Dann wird die Waage raus geholt", weiß Michael "Gipsy" Bestler, "so ist das doch immer." Nichts, was den in der kommenden Woche 35 Jahre jung werdenden Defensivspezialisten unruhig werden lässt. "Aktuell habe ich zwei Kilo mehr, das ist mir so was von egal, das ist ruckzuck wieder weg." Kein Wunder, Bestler war schon wieder joggend unterwegs, auch indoor, für die Stadtmeisterschaft erhielt er einen Anruf, "weil zu wenig Leute zur Verfügung standen."

Er drückte sich nicht, wie schon seit Jahren beim Club. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2008, "allerdings wissen die Verantwortlichen, dass ich wie in jedem Jahr auch im kommenden Sommer überlege, ob ich aufhöre." Er wird den prüfenden Blick auf den Kader werfen, dabei nicht nur den Leistungsgedanken walten lassen. Für Bestler ist auch der Begriff "Kumpels" nicht unwichtig. Und natürlich die Klasse, in der die SSVg aufläuft, wieder Oberliga oder doch noch die Regionalliga. "Wichtig ist der Start für uns, RWO ist zwar mit sieben Punkten Vorsprung vorne, aber ich sage jedem, das ist doch noch kein Abstand", legt sich das Urgestein fest. Velbert ist Tabellendritter.

Bedeutungsvoll ist auch - Bestler: "Dass Ruhe herrscht. Der Club zeichnet sich auch dadurch aus, dass viel zu schnell Theater ist, ein wenig mehr Gelassenheit stünde uns gut zu Gesicht." Klar, in der Hinserie gab es die Trennung von Coach Frank Kurth und so einige Stimmen, die auch mitreden wollten. "Naja, oft haben diejenigen aber keine Ahnung", zuckt Bestler mit den Schultern, Berührungsängste bei Formulierungen hat der Mann nicht, warum auch? Geschätzt wird er, sonst hätte Boss Olli Kuhn, bis Freitag in der Nähe des östereichischen Ischgl auf Skiern unterwegs, Bestler nicht gerne auf der Rechnung, auch abseits des Feldes für den Club zu wirken. "Er fragt mich das schon seit Jahren", grinst der Akteur, "aber das ist nicht mein Ding."
Nur bei den Bambinis mischt Bestler mit, kein Wunder, dort wacht er auch über die sechsjährigen Zwillings-Talente Cedric und Yannic, die seine Gene haben. "Meine Söhne, beide sind auch defensiv, was soll sonst möglich sein", feixt der Papa, "ob sie auch Elfmeterschießen können, haben wir noch nicht ausprobiert. Wichtig ist, sie haben erst einmal Spaß, nur darum geht es."

Ab Dienstag soll der auch in der Mielke-Auswahl nicht zu kurz kommen, dafür wird Bestler sorgen, um für eine Art Wohlfühl-Effekt zu sorgen. Alles ohne den nach Oberhausen abgewanderten Markus Kaya, dafür mit Tibor Heber, der vom Regionalligisten Kickers Emden verpflichtet wurde. Alles im Hinblick auf Sonntag, 25. Februar, wenn Kleve ab 15 Uhr zum Auftakt der Rückrunde gastiert. Schon vorab, am 17. Februar, ein Samstag, kommt Landesligist Radevormwald (14 h) zum Halbfinale des ARAG-Cups. Bestler: "Natürlich hat der Club den Pokal im Kopf, wir haben die Chance, ins Finale zu kommen, das hat auch finanzielle Bedeutung." Weil die SSVg, wenn auch das Endspiel gewonnen würde, dann für die 1. DFB-Pokalhauptrunde qualifiziert wäre. Und das würde dann auch Bestler betreffen, der sich so einen Kitzel sicher gerne noch einmal gönnen würde, einen Vertrag hat er ja. Genau wie noch ein Akteur, der vielleicht kommende Woche seine Koffer packt.

Autor: og

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