Auf der Suche nach einem neuen Trainer ist der VfB Homberg zwar noch nicht endgültig fündig geworden, aber der Kandidatenkreis ist weiter geschrumpft.

VFB HOMBERG: Trainersuche - Michael Boris oder Harry Kügler

tr
07. Januar 2007, 19:30 Uhr

Auf der Suche nach einem neuen Trainer ist der VfB Homberg zwar noch nicht endgültig fündig geworden, aber der Kandidatenkreis ist weiter geschrumpft.

Auf der Suche nach einem neuen Trainer ist der VfB Homberg zwar noch nicht endgültig fündig geworden, aber der Kandidatenkreis ist weiter geschrumpft. In der engeren Auswahl befinden sich nach der jüngsten Absage von WSV Borussia II-Coach Joachim Hopp lediglich noch zwei Anwärter auf den Job an der Seitenlinie: Michael Boris und Harry Kügler. "Stimmt", nickt "Boss" Thomas Bungart die Personalien bereitwillig ab.

Bungart traf sich im Rahmen der Duisburger Hallen-Stadtmeisterschaft mit Boris. "Wir haben uns unterhalten, ich möchte aber noch nicht über Details sprechen", war das Kennenlernen jedoch von Sympathie geprägt. Während sich Bungart damit ein genaues Bild vom 31-Jährigen machen konnte, hat er sich mit Kügler noch nicht zusammen gesetzt. "Mit Harry hat bislang nur unser Abteilungsleiter Wolfgang Graf gesprochen", berichtet der erste Vorsitzende. "Wolfgang ist gerade erst aus seinem Urlaub zurück, deswegen werden wir uns Anfang nächster Woche noch einmal beraten."

Boris, aktuell Torwarttrainer beim Regionalligisten Kickers Emden, kommt gebürtig aus Kirchellen, weiß also genau, wie die Uhren im Pott ticken. Der ehemalige Wattenscheider arbeitet hauptberuflich beim dortigen Hauptsponsor "Embdena", würde einen Umzug ins Revier aber gerne realisieren. "Das weiß ich", ist Bungart wie gewohnt bestens informiert.

Kügler ist ebenfalls ein echter Junge aus dem Kohlenpott. Der 48-Jährige war zuletzt für die Reserve der Essener Rot-Weissen zuständig, ehe er im Sommer seinen Platz beim Verbandsligisten räumen musste. Der Ex-Schalker, der mit RWE 1994 Vize-DFB-Pokalsieger wurde, gilt als Motivator. "Dazu kann ich noch nichts konkretes sagen", will sich Bungart erst noch selbst mit Kügler treffen. "Fest steht bislang lediglich, dass wir uns bis zum Trainingsauftakt am 16. Januar entscheiden wollen, denn dann sollte die Sache vom Tisch sein."
Auch wenn derzeit alles danach aussieht, dass die VfB-Auswahl in neun Tagen einen neuen Chef hat, will sich Bungart auch noch seine eigene Option offen halten. "Es müssen noch interne Dinge besprochen werden. Da wir die finanzielle Lage im Blick haben, könnte es auch sein, dass ich noch bis zum Sommer als Interimstrainer weiter mache. Sollte die Geschichte so enden, würde sich der Kandidatenkreis dann natürlich noch einmal erhöhen."

Derweil wird sich der aktuelle Kader reduzieren. "Es wird einige Veränderungen geben", stimmt Bungart zu und konkretisiert: "Es werden uns zwei Akteure definitiv verlassen, aber die Namen kann ich noch nicht nennen, weil wir erst die Verträge auflösten müssen."

Die beiden Abgänger sollen durch zwei Neuzugänge kompensiert werden. "Wir sind auf der Suche, führen Gespräche", erklärt Bungart, der bei diesen Personalien (noch) alleine Regie führen wird. "Die Entscheidungen haben mit dem neuen Trainer nichts zu tun. Aber wir haben ja auch noch ein bisschen Zeit, dürfen uns keinen Fehler erlauben und werden unseren kühlen Kopf ganz klar beibehalten."

Autor: tr

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