Der Jahreswechsel 2006/07 bringt den DEG Metro Stars eine Verletzungsmisere, die einem selbst der ärgste Konkurrent wohl nicht wünscht.

DEG: Verletzungsmisere und Leader Kreutzer

mt
31. Dezember 2006, 17:36 Uhr

Der Jahreswechsel 2006/07 bringt den DEG Metro Stars eine Verletzungsmisere, die einem selbst der ärgste Konkurrent wohl nicht wünscht.

Der Jahreswechsel 2006/07 bringt den DEG Metro Stars eine Verletzungsmisere, die einem selbst der ärgste Konkurrent wohl nicht wünscht.

Neben Mittelstürmer Tore Vikingstad (Schulterprellung) und Verteidiger Sean Brown (Bauchmuskelzerrung) mussten auch Kapitän Daniel Kreutzer (Hexenschuss) sowie Ersatzkeeper Jochen Reimer (Knochenabsplitterung im rechten Ellenbogen) am vergangenen Donnerstag in Hamburg passen. Reimer sollte eigentlich für den mit einer Muskelzerrung im hinteren Beinbereich gehandicapten Stammkeeper Jamie Storr einspringen, muss aber mindestens bis Mitte kommender Woche pausieren. Storr biss deshalb auf die Zähne und Benjamin Voigt musste lediglich auf der Bank als Back-up Platz nehmen.

2:1 gewannen die Hannover Scorpions im ISS-Dome am vergangenen Donnerstag und Don Jackson brachte das trotz der Personalprobleme ganz mächtig in Rage: "Die Mannschaft muss einfach mehr bringen, muss sich auch gegen einen defensiven Gegner mehr Chancen herausspielen. Wir haben nicht hart genug gearbeitet und waren deshalb auch nicht gut genug“, erklärte Jackson und Manager Lance Nethery legte ähnlich bissig nach. "Wenn man lediglich mit 16 Leuten auflaufen kann und von denen dann nur fünf oder sechs auch wirklich spielen, ist das zu wenig."

Das saß und DEG-Urgestein Daniel Kreutzer setzte dann ein deutliches Zeichen, indem er am Samstag am Vormittagstraining teilnahm. Vor der Partie gegen Krefeld setzte Teamarzt Dr. Ulf Blecker dem Kapitän eine Spitze gegen die Schmerzen. Kreutzer dankte es auf seine Art und führte seine Metro Stars mit einem Hattrick fast im Alleingang zum 5:2-Heimsieg gegen den KEV. „Wir haben derzeit eine schwierige Situation zu überstehen. Da gehört es sich für den Kapitän, sich zur Verfügung zu stellen. Ich hatte zwar ein paar Schmerzen, doch die sind nach dem Sieg schnell weg“, erklärte Kreutzer nach dem wichtigen Heimsieg erleichtert. Nach nur 34 Sekunden besorgte er die Führung. 38 Sekunden später markierte Jeff Panzer das 2:0 und nach Craig Johnsons verwandelten Penalty war die Partie nach drei Minuten praktisch entschieden. Im Mittelabschnitt legte Kreutzer dann einen Doppelpack nach. „Wir haben ohne ihn vier von fünf Spielen verloren. Daniels heutige Leistung sagt alles über seine Qualitäten aus“, lobte DEG-Manager Nethery den Routinier. Trainer Don Jackson meinte: „Daniel ist ein toller Leader, ihn haben wir gegen Hannover sehr vermisst.“

In Straubing zeigten die Gelb-Roten am Dienstag beim 4:2-Sieg keine Meisterleistung, aber Don Jackson hatte der Erfolg gegen den wacker kämpfenden Neuling sehr gefallen: "Solch einen Hunde-Fight zweier Teams habe ich schon lang nicht mehr gesehen", meinte der DEG-Coach, der sich erstmals in dieser Saison auf den Weg Richtung Fanblock gemacht hatte, um bei der La-Ola-Welle mitzumachen.

Autor: mt

Kommentieren