Sehr viel Hoffnung und ein wenig Trubel um zwei

SV Dorsten-Hardt

Vermisste Spieler und neue Hoffnung

03. Februar 2012, 20:37 Uhr

Sehr viel Hoffnung und ein wenig Trubel um zwei "verschollene" Spieler: Der SV Dorsten-Hardt bereitet sich auf die bevorstehende Mammutaufgabe vor.

In zwei Wochen beginnt für den SV Dorsten-Hardt mit dem Auswärtsspiel beim TuS Hiltrup die Mammutaufgabe Klassenerhalt. Acht Punkte trennen die in der Hinrunde enttäuschende Mannschaft vom rettenden Ufer. „Wir sind guter Dinge“, lässt Manager Dieter Pannebäcker verlauten. Begründet ist seine Aussage in einer bislang guten Vorbereitung, die allerdings nicht ganz ohne Nebengeräusche absolviert wurde.

"Solche Leute können wir nicht gebrauchen"

Zwei Personalien sorgten an der Storchbaumstraße für unvorhergesehenen - und vor allem ungewollten - Trubel. Zum einen ist von Sascha Siebert die Rede. Die Zusammenarbeit zwischen dem 34-Jährigen und den Hardtern hielt nur knapp drei Monate. Der ehemalige Profi des VfL Bochum, der eigentlich mit seiner großen Erfahrung von 97 Regionalligaeinsätzen für den VfL II, den SC Paderborn, den SC Neukirchen und den FSV Frankfurt im Abstiegskampf helfen sollte, war in seiner kurzen Zeit an der Storchbaumstraße überwiegend verletzt. Der Offensivspieler, der in der Saison 2000/2001 bei einer 2:3-Niederlage des VfL Bochum gegen den 1. FC Köln auch einen 45-minütigen Einsatz in der 1. Bundesliga absolvierte, soll zuletzt nicht mehr zum Training erschienen sein. „Es hat Unstimmigkeiten gegeben. Deswegen war die Basis einfach nicht mehr da und wir haben uns getrennt“, erklärte Pannebäcker.

Ähnlich, wenn auch noch ein wenig kurioser, verhält es sich bei Dennis Schröder, der in den Planungen von Trainer Heiko Sulzbacher ebenfalls keine Rolle mehr spielt. „Er ist einfach nicht mehr aufzufinden“, erklärt Sulzbacher. „Er hatte mir versprochen, dass er zum Trainingsauftakt da ist, war aber noch nicht einmal beim Training. Solche Leute können wir im Abstiegskampf nicht gebrauchen. Ich muss mich auf die Spieler verlassen können.“

"Sorgenkind" Sven Potthast

Abgesehen von den kleinen Nebenschauplätzen ist das Wichtigste, nämlich der sportliche Eindruck, den die Mannschaft bislang in der Vorbereitung hinterlassen hat, äußerst positiv zu bewerten. „Wir haben uns wirklich exzellent präsentiert“, findet Sulzbacher, der bei seinen Schützlingen eine deutliche Entwicklung ausgemacht hat, die Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg in die Landesliga macht.

Entscheidend wird sein, dass die Verletzungsseuche, die bei den Hardtern in der Hinrunde gewissermaßen die einzige Konstante war, den Kader nicht erneut heimsucht. Aktuell kann Sulzbacher nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich der Japaner Shibata Kohsuke (Innenbandverletzung) fehlt länger. Dominik Hofmann, der zuletzt über Adukktorenprobleme klagte, ist dagegen in Kürze wieder einsatzfähig.

Etwas vertrackt ist die Lage dagegen bei Torjäger Sven Potthast. „Er ist gesund, aber trotzdem unser größtes Sorgenkind. Er kann wegen seiner Schichtarbeit derzeit nicht am Training teilnehmen und hat deswegen natürlich einiges aufzuholen“, erklärt Sulzbacher. Seinem Optimismus, dass der SV Hardt den Keller noch verlassen kann, tut dies allerdings keinen Abbruch.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren