In erster Linie geht es Klaus Toppmöller natürlich um den Erfolg der georgischen Fußball-Nationalmannschaft.

Weltmeister Italien bei `Toppi´ unter Druck

10. Oktober 2006, 11:38 Uhr

In erster Linie geht es Klaus Toppmöller natürlich um den Erfolg der georgischen Fußball-Nationalmannschaft.

In erster Linie geht es Klaus Toppmöller natürlich um den Erfolg der georgischen Fußball-Nationalmannschaft. Doch im EM-Qualifikationsspiel am Mittwoch (20.00 Uhr) gegen Weltmeister Italien könnte der deutsche Trainer auch ein bisschen Revanche für das verlorene WM-Halbfinale seiner Landsleute nehmen und den Ruhm der Azzurri nur drei Monate nach ihrem Triumph von Berlin noch mehr verblassen lassen. `Wir haben zwar leider viele verletzte und gesperrte Spieler, aber gegen einen Weltmeister tritt man nicht alle Tage an.

Deshalb wird meine Mannschaft hochmotiviert sein und alles geben´, sagt Toppmöller und kündigt dem angeschlagenen Weltmeister vor der Partie in der Gruppe B in Tiflis einen heißen Tanz an. Sein Team hat durch das gute Auftreten bei der 0:2-Niederlage am vergangenen Samstag in Rostock gegen die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) offenbar zusätzliches Selbstvertrauen bekommen. `Wir sind zwar nur ein Land mit fünf Millionen Einwohnern und gehören zu den kleineren Fußball-Nationen, aber wir fühlen uns in keiner Weise unterlegen´, sagt Kapitän und Italien-Legionär Kacha Kaladse vom AC Mailand.

Toppmöller hofft, dass seine Spieler durch die Partie in Rostock vor allem in Sachen Disziplin und Zweikampfstärke weiter gelernt haben. Allerdings muss der 55-Jährige auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Der Schalker Lewan Kobiaschwili ist gesperrt. Stürmer Schota Arweladse ist ebenso verletzt wie Stammtorhüter Nukri Rewischwili. Der Einsatz des angeschlagenen ehemaligen Freiburgers Lewan Zkitischwili ist zumindest fraglich. Der Druck auf die Italiener ist unterdessen trotz des ersten Sieges unter dem neuen Trainer Roberto Donadoni beim 2:0 am vergangenen Samstag gegen die Ukraine weiter hoch. `Wir müssen nachlegen´, fordert Donadoni, der den gesperrten Mittelfeldspieler Gennaro Gattuso ersetzen muss.

Doch die WM-Euphorie ist in Italien nach einem Remis gegen Litauen sowie der Niederlage gegen Vize-Weltmeister Frankreich schon verflogen. Die Mannschaft sei nicht wieder zu erkennen, und Donadoni müsse noch viel Lehrgeld zahlen, wetterten die Medien. Donadoni will von überzogener Kritik indes nichts wissen. `Das Team hat sich gegen die Ukraine gesteigert und wird es weiter tun´, meinte der ehemalige Nationalspieler. Die Mannschaft steht zumindest geschlossen hinter dem Nachfolger von Marcelo Lippi. `Der Sieg gegen die Ukraine war auch ein Erfolg für Donadoni´, sagt Kapitän Fabio Cannavaro: `Jetzt soll ein weiterer folgen, damit wir zusammen in Ruhe weiter arbeiten können.´

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