Günter Netzer bleibt Jürgen Klinsmann gegenüber skeptisch. Netzer hofft, dass dies unbegründet sei. Klinsmann hatte zu seinem Amtsantritt eine Revolution beim DFB angekündigt, die laut Netzer jedoch ausgeblieben sei.

Netzer bleibt "Klinsi" gegenüber skeptisch

as
04. September 2004, 14:31 Uhr

Günter Netzer bleibt Jürgen Klinsmann gegenüber skeptisch. Netzer hofft, dass dies unbegründet sei. Klinsmann hatte zu seinem Amtsantritt eine Revolution beim DFB angekündigt, die laut Netzer jedoch ausgeblieben sei.

Günter Netzer bleibt kritisch: Der frühere Spielmacher von Borussia Mönchengladbach und der deutschen Nationalelf hat erneut seine Skepsis gegenüber dem neuen Bundestrainer Jürgen Klinsmann geäußert. Der ARD-Experte forderte jedoch im Interview mit dem Berliner Tagesspiegel auch Unterstützung für Jürgen Klinsmann und seine Mitstreiter auf dem Weg zur WM 2006. "Ich hoffe, dass ich mich mit meiner Skepsis täusche", so Netzer.

Er hätte an Stelle Klinsmanns "einen erfahrenen Mann bevorzugt. Aber so einer war zu diesem Zeitpunkt kaum zu haben, weil Trainer, die etwas können und auf sich halten und nicht bewusst pausieren, im Juli unter Vertrag stehen. Außerdem vergesse ich meine Vorbehalte sofort wieder: Man muss die drei stützen".

Eine Revolution habe im DFB "nicht stattgefunden. Klinsmann und sein Team sind zwar angetreten mit den Parolen, den DFB auf den Kopf zu stellen. Aber da sind doch auch Köpfe drin, die nicht die schlechtesten sind", so Netzer in dem Interview weiter.

Den Kapitänswechsel in der Nationalmannschaft nannte Netzer nachvollziehbar: "Der Kapitänswechsel war notwendig. Kein Trainer der Welt sieht einen Torwart gern als Kapitän. Der Kapitän muss im Feld spielen, dort kann er die Stimmungen aller Mannschaftsteile aufspüren und notfalls reagieren."

Autor: as

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